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Leichtathletik-EM: 3 ÖR-Mitarbeiter pro Sportler

Juli 29, 2010 Informelles.de | Kategorie: Medien

Bei der Leichtathletik-Europameisterschaft in Barcelona sind mehr Mitarbeiter der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten (ÖR) vor Ort als Sportler.

177 Mitarbeiter von ARD und ZDF sind derzeit in Spanien. Im Gegensatz dazu gehen nur 73 deutsche Athleten bei den Wettkämpfe an den Start. Soviel Rund-um-Betreuung war noch nie:  Um einen Athleten kümmern sich also rein rechnerisch rund 3 Mitarbeiter von ARD und ZDF.
Hoffentlich hat man vorher einen ausgeklügelten Zeitplan erstellt, damit man sich bei Interviews und Live-Übertragungen nicht gegenseitg auf den Füßen rumtrampelt.

verhaeltnis_oer_athlet

Gern läßt man sich bei ARD und ZDF solche sportlichen Großereignisse was kosten. Auch in der Vergangenheit hieß es bei den ÖR eher “Klotzen statt Kleckern”. So waren die Öffentlich-Rechtlichen in diesem Sommer auch bei der Fußball-WM in Südafrika bei den Übertragungsmannschaften bestens aufgestellt und belegten den 1. Platz. 500 Mitarbeiter von ARD und ZDF waren vor Ort, während bspw. Sky mit nur 70 bestens auskam. Auch bei Olympischen Spielen läßt man sich selten lumpen und schickt jedesmal eine riesige Heerschar an öffentlich-rechtlichen Mitarbeitern auf die Reise.

Sparen braucht man ja nicht. Die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten verfügen dank der Zwangs-PayTV-Gebühren, die die GEZ für sie eintreibt, über einen stattlichen Haushalt von rund 7,2 Mrd. EUR pro Jahr. Und diese wollen ausgeben werden, nicht daß man am Ende des Jahres noch Überschüsse erwirtschaftet und so einige Politiker auf die dumme Idee gebracht werden, über die Höhe der GEZ-Gebühr nachzuzdenken. Immer raus der Kohle und sei es als  verlängerter Urlaub für die eigenen  Leute unter spanischer Sonne Übertragung der Leitathletik-Europameisterschaft.

Andere europäische Sender sind da nicht so verschwenderisch. Der italienische Sender RAI kommt mit nur 81 Mitarbeiter nach Barcelona. Und die auch nicht so kleine BBC aus Großbritannien berichtet mit nur 49 Leuten von der Leichtathletik-EM.

Quelle: DWDL


Sie haben E-Post.

Juli 28, 2010 Informelles.de | Kategorie: Sicherheit

Was ist dran am neuen E-Postbrief der Post?

Homepage Deutsche Post AG

Homepage Deutsche Post AG

Die Deutsche Post AG bewirbt zur Zeit massiv ihren neuen E-Postbrief. Mit dem  E-Postbrief soll beim Versand von E-Mails alles besser werden, auf jeden Fall aber sicherer:

In Zukunft nutzen wir das Internet nicht nur selbstverständlich, sondern auch mit selbstverständlicher Sicherheit. Ob Abschluss einer Versicherung, Beauftragung eines Handwerkers oder Korrespondenz mit Behörden. Der E-POSTBRIEF ist so sicher und verbindlich, wie ein Brief mit der Deutschen Post.

So kann man es auf der Homepage des gelben Riesen lesen.
Doch da irrt die Post gewaltig. Der E-Postbrief ist keinesfalls so sicher wie ein herkömmlicher Brief. Unterliegt dieser im Gegensatz zum E-Postbrief dem im Grundgesetz garantierten Briefgeheimnis, kann der E-Postbrief “nur” die Sicherheit des Fernmeldegesetzes bieten.

Dafür ist der E-Postbrief aber viel teurer als eine herkömmliche E-Mail:

Homepage Deutsche Post AG

Homepage Deutsche Post AG

Statt wie bisher E-Mails quasi kostenlos zu versenden, wenn man mal die Kosten für den Internetzugang außer Acht läßt, soll man jetzt 56 Cent pro E-Postbrief (bis 20MB Größe) berappen. Und das auch nur, wenn der E-Postbrief dem Empfänger elektronisch zugestellt wird, sprich in dessen “elektronischem Briefkasten” landet.
Soll der E-Postbrief dagegen auf herkömmlichen Wege über den realen Postboten zugestellt werden, dann kann es abhängig von der Seitenanzahl und Entscheidung, ob Farbe oder schwarz/weiß, noch teurer werden. Dabei sollte man auch das Problem des Datenschutzes im Auge haben. Denn der Postbote kann nur zustellen, was vorher irgendwo, von irgendwem ausgedruckt wurde. Da kann man auch gleich eine Postkarte versenden. Die kostet dann auch nur 45 Cent.

Im G! - gutjahr´s blog hat sich Richard Gutjahr mit dem E-Postbrief und dem Kleingedruckten des neuen Service auseinander gesetzt. Unterstützt wurde er dabei von den Rechtsanwälten Udo Vetter vom lawblog und Thomas Stadtler vom Blog Internet-Law. Herausgekommen ist ein vernichtendes Urteil. Die Einschätzung von Stiftung Warentest:

E-Postbrief: Kompliziert, teuer, nicht besonders sicher.

konnte mehr als bestätigt werden. Das Kleingedruckte in den Vertragsklauseln hat es zum Teil richtig in sich.

Stadler konfrontierte die Deutsche Post mit dem Ergebnis der Untersuchungen und erhielt vom “supertollen Konzern der Zukunft” schon nach 11(!) Tagen Antwort. Doch mehr als Floskeln und ausweichende Antworten enthielt die Reaktion der Deutschen Post nicht. Und mehr darf man wohl auch nicht von einem Monopolisten erwarten.

Dann schlafen Sie mal schön weiter Deutsche Post. So werdet ihr die mit dem Wegfall des Briefmonopols zu erwartenden Umsatzeinbußen nicht wieder hereinholen.

achtung Nachtrag: Die Post AG hat offenbar bemerkt, daß da etwas nichts ganz rund läuft mit dem E-Postbrief und versucht nun Schadensbegrenzung zu betreiben. Siehe unten, Kommentar #1 vom “Serviceteam E-Postbrief”.
Was davon zu halten ist, kann man hier sehr gut nachlesen.


Schlagzeilen der letzten 3 Wochen

Juli 27, 2010 Informelles.de | Kategorie: Gesellschaft

Nach kurzer Pause gehts hier nun weiter.

Es ist viel passiert. Einige Schlagzeilen von wichtigen Ereignissen der vergangenen Wochen:

  • Loveparade in Duisburg - Tödliches Drama
    Geldgierige Provinz-Politiker und Kleinunternehmer wollen das große Rad drehen und holen sich das Mega-Event Loveparade in ihr kleines Nest. Das Ergebnis sind Tote und Verletzte. Das Image von Duisburg, dem Ruhrgebiet insgesamt und der Fitnesskette McFit (Hauptsponsor) ist erledigt.
    Daß es bei der chaotischen und verantwortungslosen Vorbereitung der Loveparade in Duisburg nicht noch mehr Opfer zu beklagen gibt, muß man fast schon als glücklichen Umstand bezeichnen.
    Ungeeigneter Veranstaltungsplatz, ungeeignetes Sicherheitskonzept, ungeeignete Wege, schlechte Planung und Durchführung der An- und Abreise, überforderte Sicherheitskräfte, verantwortungslose und unfähige Politiker - das ist die Mischung, die zu 21 Toten und über 500 Verletzten geführt hat.
    Staatsanwalt und Richter haben nun das Wort.
  • Ole von Beust (CDU) kündigt seinen Rücktritt als Erster Bürgermeister von Hamburg an.
    Das ist der sechste CDU-Landesfürst der binnen eines Jahres sein Amt verliert. Erosion der Macht der Angela Merkel.
  • Neue Regierung in Nordrhein-Westfalen
    Eine Minderheitsregierung aus SPD und Grüne stellen die neue Regierung in NRW. Die Linkspartei hat die Wahl von Hannelore Kraft zur neuen Ministerpräsidentin durch ihre Enthaltung praktisch möglich gemacht. Jürgen Rüttgers (CDU) ist endlich Geschichte.
    Die Zukunft wird zeigen, wie stabil diese Regierung sein wird und wie weit sie sich von der Linken beeinflussen lassen will.
  • FDP stürzt in den Umfragen weiter ab
    Wäre an diesem Sonntag Bundestagswahl, dann würden die Liberalen an der 5-Prozent-Hürde scheitern und nicht mehr im Bundestag vertreten sein.
    Im Gegenzug dürfte Rot-Grün mit der absoluten Mehrheit rechnen.
  • Gesundheitspolitik
    Alles wird teurer - besser wird nichts. Die Gesundheits”reform” von Bundesgesundheitsminister Rösler (FDP) sieht so aus: Höhere Krankenkassenbeiträge (ab 2011 statt 14,9 dann 15,5 %) und Zusatzbeiträge für die gesetzlich Versicherten. Strukturelle Veränderungen oder gar Verbesserungen? Fehlanzeige.
    Stattdessen “weniger Netto vom Brutto”. Schwarz-Gelb begeht damit Wahlbetrug.
  • Elterngeld
    CDU-Familienministerin Kristina Köhler will ausgerechnend bei den Hartz4-Empfängern, Mini-Jobbern und Kinderzuschlag-Beziehern das Elterngeld kürzen. So sollen 600 Mio. EUR eingespart werden. Im Gegenzug hat die Koalition den Hoteliers am Jahresanfang 1 Mrd. EUR in den Allerwerstesten gerammt. Das ist Familienpolitik á la CDU. Da macht selbst die CSU nicht mehr mit.
  • Wehrpflicht soll abgeschafft werden
    Oder zumindest ausgesetzt. Das sind die Pläne von Verteidigungsminister zu Guttenberg, der aus der Bundeswehr eine Freiwilligenarmee machen will. Die Union ist -wie zu erwarten- dagegen.
  • Einführung einer Flugsteuer
    Die geplante Luftverkehrsabgabe wird das Fliegen in Zukunft verteuern. Für Fernflüge müssen die Passagiere, denn die Airlines werden die Steuer an diese weiterreichen, ab 2011 52 EUR für Hin- und Rückflug mehr bezahlen, für Europaflüge 26 EUR.
    Privatflugzeuge sollten bei der Flugsteuer natürlich außen vor bleiben. Wen wundert das noch? Doch nun regt sich Widerstand und Schäuble will nochmal nachdenken.
  • Rauchverbot in Bayern
    Die Bayern haben in einem Volksentscheid für das strengste Rauchverbot in Deutschland gestimmt. Dabei hatte die CSU erst 2008 nach ihrem Debakel bei der Landtagswahl das Rauchverbot wieder gelockert, um so wieder Wählerstimmen zu fangen. Doch das Volk will diese Lockerungen gar nicht.
    Nun fordern Nichtraucher in ganz Deutschland besseren Schutz für ihre Gesundheit.
  • Sorgerecht auch für ledige Väter
    Auch ledige Väter sollen grundsätzlich das Sorgerecht für ihre Kinder erhalten.
  • Zuschüsse an die Kirchen sollen gekürzt werden
    Endlich wagen sich einige Landespolitiker an das heiße Eisen Kirchenzuschüsse. Über 460 Mio. EUR Steuergelder (damit ist nicht die Kirchensteuer gemeint, sondern die allgemeinen Steuern, die jeder zahlen muß) werden jedes Jahr in der katholischen und evangelischen Kirche versenkt. Da soll endlich gekürzt werden.
  • iPhone Debakel
    Apple-Chef Jobs musste Probleme beim neuen iPhone4 einräumen. Man kann mit dem iPhone4 alles machen, nur nicht telefonierren oder surfen, wenn man das Teil normal in der Hand hält und so automatisch die Antennen abdeckt. Nun soll es kostenlose Hüllen geben, um das Problem zu lösen.
    Von Rückruf oder Sotwareupdates wollte Jobs aber nichts wissen und tröstet sich mit der Erkenntnis “Apple hat ja die loyalsten Kunden.” Ist das jetzt zynisch?
  • Fußball-WM in Südafrika
    Deutschland wird Dritter. Gefühlsmäßig ist der dritte Platz sogar besser als Vizeweltmeister zu werden, denn so kann man im letzten Spiel wenigstens als Sieger vom Platz gehen. Auch wenn es dafür nur die bronzene Ananas gibt.
    Der Steuerzahler durfte indes nicht jubeln: Bundeskanzlerin Merkel und Bundespräsident Wulff haben für ihre Ausflüge nach Südafrika Steuergelder in Höhe von mehreren 100.000 EUR verbraten.
  • Klimaanlagen in den ICEs versagen
    Die Deutsche Bahn wird ihrem schlechten Ruf wiedermal gerecht: Chaos, schlechtes Krisenmanagement, schlecht gewartete Technik, Ausreden der Verantwortlichen und halbherzige Entschädigungen für die Betroffenen. Das ist auch unter dem neuen Bahn-Chef Gruber nicht anders als unter Mehdorn.

Der Einfachheit halber gehen fast alle Links zu Spiegel Online. Über Google sind natürlich zu jedem Thema auch andere Quellen zu finden.


Fußball-WM: Final-Spielplan zum Download

Juli 02, 2010 Informelles.de | Kategorie: Gesellschaft

Die Fußball-WM in Südafrika geht in die entscheidenen Runden.

Die Viertelfinals stehen unmittelbar bevor. Heute und Morgen finden diese K.O.-Spiele statt. Niederlande, Brasilien, Uruguay, Ghana, Argentinien, Deutschland, Paraguay und Spanien sind noch im Rennen.

Vier von diesen Mannschaften kommen weiter und treffen in den Halbfinalspielen am 06. und 07. Juli aufeinander.

Bevor dann der neue Weltmeister gekürt werden kann, findet am 10. Juli das Spiel um den ehrenvollen Platz 3 statt.

Und am 11. Juli 2010, um 20:30 Uhr ist es dann endlich soweit. Das Finale der diesjährigen Fußball-WM wird im Soccer-City-Stadion in Johannesburg ausgetragen. Wenn alles gut geht, ist Deutschland zu diesem Zeitpunkt noch nicht wieder aus Südafrika abgereist.

Hier gibt es den WM-Spielplan für die Schlußrunde zum Download:

WM-Spielplan Finale

WM-Spielplan Finals

P.S. Der Orakelkrake Paul aus dem Sea Life in Oberhausen sagt der deutschen Mannschaft übrigens einen Sieg gegen Argentinien voraus.


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