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Premiere sperrt Schwarzseher aus

Premiere nimmt den Kampf gegen Schwarzseher mit neuer Verschlüsselung auf.

Der Münchner Bezahlsender versucht die zuletzt massenhaft auftretenden Schwarzseher wieder auszusperren. Hackern war es immer wieder gelungen, die Verschlüsselungscodes zu knacken und somit illegal das komplette Premiere-Programm kostenlos zu sehen. Dazu wurden im großen Stil gehackte Receiver vertrieben und in Internetforen die jeweils aktualisierten Premiere-Codes veröffentlicht.
Um dem zu begegnen, wird Premiere noch im 2. Quartal 2008 eine neue Verschlüsselungstechnik einführen. Auf alle Premiere-Receiver wird dafür automatisch die neue Software aufgespielt. Die Kunden erhalten dann eine neue Smartcard. Bei den gehackten Receiver bleibt der Bildschirm dann dunkel.

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Jeder, der sich in der Vergangenheit einen gehackten Receiver gekauft hat, wird bald merken, dass er dieses Geld zum Fenster rausgeworfen hat,

sagte Programm- und Technik-Vorstand Hans Seger.

Laut SPIEGEL online wird die Umstellung wohl alles andere als reibungslos über die Bühne gehen. Und das werden vorallem die ehrlichen Premiere-Abonnenten, die sich beim Receiver für die flexible Common-Interface-Technik entschieden haben, zu spüren bekommen. Also ca. 5o Prozent aller Kunden.

Bleibt nur die Frage, wie lange dieser Zustand anhalten wird. Bis jetzt ist den Hackern noch immer gelungen, Premiere zu knacken. Alles nur eine Frage der Zeit, denn 100-prozentige Sicherheit gibt es nicht.

Quelle: Handelsblatt

Nachtrag (10.11.2008): Seit heute ist das alte System abgeschaltet, so daß Schwarzseher nun wirklich schwarz sehen. Offenbar ist es aber einigen Hacker bereits gelungen, das neue Verschlüsselungssystem Nagravison2 und NDS-Videoguard zu knacken.

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