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Sodann will für LINKE Bundespräsident werden

Peter Sodann tritt für Die LINKE bei der Wahl des Bundespräsidenten im Mai 2009 an.

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Der Schauspieler Peter Sodann, bekannt aus dem ARD Tatort, wo er den Kommissar Ehrlicher mimte, tritt damit gegen den amtierenden Bundespräsidenten Horst Köhler und die SPD-Kandidatin Gesine Schwan an.

Foto: DIE LINKE.

Chancen braucht sich der 72-Jährige allerdings nicht auszurechnen. Der Bundespräsident wird in der Bundesversammlung gewählt und dort sprechen die Mehrheitsverhältnisse klar gegen einen Präsidenten der LINKEN.
Durch die Kandidatur Sodanns schwinden allerdings die Chancen von Gesine Schwan. Hat sie doch nur mit den Stimmen der LINKEN die Möglichkeit, Horst Köhler abzulösen. Denkbar wäre aber, daß Sodann nach seinem Scheitern im ersten Wahlgang aufgibt und seine Stimmen in den weiteren Wahlgängen dann auf Gesine Schwan fallen.

In einer Demokratie sollte es normal sein, daß sich mehrere Kandidaten zur Wahl stellen. In der Bundesversammlung wird sowieso schon genug geklüngelt, da kann ein weiterer Kandidat auf keinen Fall schaden. Auch wenn er keine Chance hat.
Zum Glück ist man geneigt zu sagen, denn ob Herr Sodann wirklich für die Amtsgeschäfte eines Bundespräsidenten geeignet wäre, wage ich zu bezweifeln. Man muß zum Grüß-August, viel mehr gibt das Amt des Bundespräsidenten nun einmal nicht her, auch geschaffen sein.

Quelle: FAZ

Nachtrag (16.10.08): Die ARD wird vor der Wahl keinen Tatort mehr zeigen, in dem Peter Sodann mitspielt.


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2 Kommentare

  1. Ich kann den Punkt des Geklüngels nur unterstreichen. Allein die Empörung, die mit der ernsthaften Ernennung von Frau Schwan gegen Herrn Köhler einherging, fand ich zutiefst zweifelhaft. Hätte man da über Koalitionstreue argumentiert, okay, aber von einer Würde des Amtes zu schwätzen, die nicht verletzt werden darf … das klingt fast nach Monarchie.

    Ich denke auch, dass es eher erfrischend wird, wenn Herr Sodan seinen Hut in die Runde wirft.

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