Volkswagen vor dem historischen Kahlschlag

Wie Europas größter Autobauer seine Zukunft verspielt hat – und warum jetzt ein radikaler Neuanfang für VW nötig ist.

Volkswagen steht möglicherweise vor der größten Zäsur seiner fast 90-jährigen Unternehmensgeschichte. Nach Medienberichten soll der Konzern bis zu 100.000 Stellen abbauen und mehrere Werke in Deutschland schließen.

Offiziell bestätigt ist das bislang allerdings nicht. Zu internen Angeleigenheiten werden man wie immer keine Stellung beziehen. VW verweist darauf, dass über mögliche Maßnahmen zunächst die zuständigen Gremien entscheiden müssten. Dennoch ist klar: Der Konzern arbeitet an einer tiefgreifenden Neuaufstellung, weil das bisherige Geschäftsmodell an seine Grenzen stößt.

Die Diskussion wird häufig auf die Elektromobilität oder die Konkurrenz aus China reduziert. Doch die Krise von Volkswagen ist weit mehr als eine Folge des technologischen → mehr lesen…

Freudscher Versprecher bei Dijsselbloem?

Euro-Gruppenchef Dijsselbloem sieht in zyprischer Enteignungsaktion Modell für andere Länder

Da hat sich mal jemand gehörig verplappert. Die Enteignungsaktion in Zypern, wo es nach massivem Protest zwar zu keinem Zugriff auf kleine Konten gekommen ist, große Guthaben über 100.000 EUR aber mit Verlusten von 30 Prozent rechnen müssen, sieht der Euro-Gruppenchef Jeroen Dijsselbloem auch als Option für andere Länder. Im Krisenfall müssen halt die Kontoinhaber für ihre Bank bluten. Spanische, italienische, portugiesische und andere Bankkunden können sich schon mal warm anziehen. Oder ihr Geld schleunigst in Sicherheit bringen.

Schnell kam das Dementi aus Brüssel. Die Beteiligung von Gläubigern und Eigentümern in Zypern an der Rettung der Banken sei ganz sicher nur ein Sonderfall. So etwas kommt nie wieder vor.  → mehr lesen…

Liebe Zyprer…

auch wir sind gegen staatliche Enteignungsaktionen der kleinen Leute.

Die Idee, die kleinen Leute mit ihrem Girokonto, die meisten haben gar kein Geld, das sie auf Sparkonten parken könnten, für die Finanzkrise, die von großen internationalen Banken verursacht wurde, bluten zu lassen, lehnt ein großer Teil der deutschen Bevölkerung strikt ab.

Merkel und Schäuble sind nicht Deutschland!
Die Finanzminister der Euro-Zone sind nicht Europa!

Diesen letzten Tabubruch werden wir nicht mittragen. Schon aus eigenem Interesse. Denn sollte diese staatliche Enteignungsaktion auf dem Rücken der kleinen Leute wirklich durchgezogen werden, dann werden auch die letzten Dämme brechen und die Menschen in Spanien, Italien und Portugal den Schluß daraus ziehen, Zypern war nur der Testballon für weitere Schritte in der Eurozone. Ein → mehr lesen…

Finnland droht mit Euro-Austritt

Gemeinsame Haftung? Ohne die Finnen.

Die finnische Finanzministerin Jutta Urpilainen sorgt für einen Paukenschlag. Mitten in den schönsten Euro-Rettungsgipfel-Marathons droht sie offen mit dem Austritt ihres Landes aus der Gemeinschaftswährung. Sollte die geplante gemeinsame Haftung für europäische Schulden kommen, dann ist Finnland raus aus dem Euro. Da ist die Ministerin ganz klar in der Aussage.

So hatten sich Merkel und Co. das wohl nicht vorgestellt. Kaum peitschen sie im Eiltempo ESM und Fiskalpakt durch Bundestag und Bundesrat und ermöglichen so den völlig ohne parlamentarische Kontrolle agierenden immerwährenden Euro-Rettungsschirm, da kommt Gegenwind aus dem hohen Norden. Das kleine Finnland will nicht mehr mitspielen. Man sei zwar „ein überzeugtes Mitglied der Euro-Zone“ aber man werde „nicht um jeden Preis am Euro festhalten“. → mehr lesen…

Informationen in Zeiten der Euro-Krise

Hintergrund-Informationen sind ein wichtiges Gut in Zeiten der Krise.

Soll man jetzt noch Gold kaufen, sein Geld in Staatsanleihen stecken, Aktien kaufen oder in den schweizer Franken flüchten? Die Euro-Krise tobt und die Verunsicherung nimmt zu. Selbst das Bundesverfassungsgericht musste sich mit der Art und Weise der Euro-Rettung und deren Verfassungsmäßigkeit beschäftigen.
Doch von den agierenden Politikern kommen nur Worthülsen. Statt aufzuklären, versucht man zu vernebeln. Euro-Rettungsschirme, Bankenrettung oder Euro-Bonds werden als „alternativlos“ verkauft. Und die Bürger sollen sich möglichst ruhig verhalten und ohne zu klagen die Kosten der Euro-Rettung tragen.
So schürt man Panik. Das Gespenst des Untergangs des Euro macht die Runde. Wer es sich leisten kann, flüchtet in vermeintlich sichere Anlagenformen. Der exorbitante Anstieg des Goldpreises in → mehr lesen…

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