Landtagswahl in Brandenburg 2014

Auch in Brandenburg wird an diesem Sonntag gewählt.

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Doch gegen die Thüringen Wahl, bei der es die Möglichkeit für einen echten Politikwechsel und wo die Linken erstmals  den Ministerpräsidenten stellen könnten, mutete die Wahl im Land Brandenburg fast schon langweilig an.

Alles bleibt, wie es ist

Nach den letzten Umfragen wird in Brandenburg wohl alles beim Alten bleiben. Die SPD wird im Landtag im neuerrichteten Potsdamer Stadtschloß wieder stärkste Kraft werden. Und Dietmar Woidke (SPD) wird weiterhin Ministerpräsident bleiben. Aller Voraussicht nach auch weiterhin in einer rot-roten Koalition mit den Linken.

GroKo nicht gewünscht

Die CDU wird im Stimmanteil wahrscheinlich knapp vor den Linken liegen. Eine große Koalition wäre also auch in Potsdam rein rechnerisch möglich, dies wird von Woidke aber kaum angestrebt. Auch die Brandenburger wünschen sich in der Mehrzahl eine Fortsetzung der alten Landesregierung.

Die Grünen müssen noch um ihren Wiedereinzug in den brandenburgischen Landtag zittern. Bei Umfragewerten um die 5 Prozent ist da noch alles offen. Bei der Regierungsbildung werden sie sowieso keine Rolle spielen.

Wahl in Brandenburg

Die FDP setzt ihren Selbstzerstörungskurs weiter und wird aller Voraussicht auch aus dem Potsdamer Parlament fliegen. Vorhersagen von nur noch 3 Prozent (gegenüber 7,2 Prozent im Jahr 2009) werden die Liberalen im Wahlkampfendspurt wohl nicht mehr ausreichend steigern können.

Die AfD kann ebenso wie in Sachsen und Thüringen auch in Brandenburg mit dem Überspringen der 5-Prozent-Hürde rechnen. Mit rund 6 Prozent wird ihr auch hier der Sprung ins Landesparlament praktisch aus dem Stand gelingen.

BER-Desaster spielt keine Rolle

Das Debakel um den neuen Berliner Flughafen, der sich auf brandenburgischen Gebiet befindet, weshalb Brandenburg gleichberechtigt mit Berlin im BER-Aufsichtsrat sitzt, spielt bei dieser Wahl offenbar keine Rolle. Verzögerungen, Pleiten und Geldverschwendung am BER werden offensichtlich nur der Berliner SPD unter Klaus Wowereit angelastet.