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Wahl in Sachsen: Prognose, Hochrechnungen und Ergebnis – Update

Das Wahlergebnis der Landtagswahl im Freistaat Sachsen.

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Sachsen hat gewählt. Die Wahllokale sind geschlossen, die abstimmungswilligen Wähler haben ihre Meinung per Kreuz auf dem Wahlschein zum Ausdruck gebracht. Die Landtagswahl in Sachsen ist gelaufen.

Schwarz-Gelb ist abgewählt

Bis auf die SPD und die AfD haben alle anderen Parteien gegenüber der letzten Wahl in Sachsen Stimmen verloren.

Die AfD hat ein Ergebnis erziehlt, das weder die Glaskugelbeschwörer der Wahlforschungsinstitute erwartet haben noch die anderen Parteien. Mit 10 Prozent der Wählerstimmen zieht die AfD zum ersten Mal in ein deutsches Parlament ein.
Mit dem Erstarken der AfD, die offenbar die vergraulten ehemaligen FDP-Wähler auffangen konnte, kommen CDU und SPD in arge Erklärungsschwierigkeiten, warum sie eigene Wähler an die Populisten der AfD verloren haben und warum sie gegen die eurokritische AfD offenbar keinerlei Rezepte haben.

Die FDP wurde heute aus dem Parlament und damit aus der letzten Landesregierung geworfen. Die bisherige schwarz-gelbe Koalition in Dresden ist damit abgewählt. Die FDP zerbröselt weiter unaufhaltsam. Sie ist jetzt nur noch in 8 der 16 Landtage vertreten. Die nächsten Wahlen in Thüringen und Brandenburg werden jedochähnlich desaströs verlaufen, so daß diese Zahl weiter abnehmen wird.

Die CDU hat ebenfalls Stimmen verloren. Sie ist damit meilenweit von einer absoluten Mehrheit, von der man zwischenzeitlich geträumt hatte, entfernt und muß sich nun einen neuen Partner für eine Regierung suchen.
Rein rechnerisch wären eine Koalition aus CDU und SPD oder eine aus CDU und Grüne möglich.
Auch eine Landesregierung unter einer Koalition aus CDU und AfD wäre denkbar, wird es aber wohl nicht geben, da AfD und CDU gerade beim Thema Europapolitik weit auseinander liegen.

Die Linke ist wieder zweitstärkste Kraft im sächsischen Landtag. Eine rot-rot-grüne Koalition aus SPD, Grünen und Linken ist jedoch nicht möglich, dafür gibt es im neuen sächsischen Landtag keine Mehrheit.

NPD verpasst Wiedereinzug

Den wiederholten Einzug ins Dresdner Parlament verpassen die Nationaldemokraten um ganze 809 Stimmen. Ein am Ende des Wahlabends knappes, aber umso mehr wichtiges Scheitern der NPD.

Die Wahlbeteiligung war mit 49,2 Prozent allerdings erschreckend gering. Die künftige Landesregierung in Sachsen wird letztlich nur von knapp 25 Prozent der wahlberechtigten Sachsen gewählt worden sein. Kein gutes Signal für die Demokratie im Freistaat und in Deutschland insgesamt.

Vorläufiges amtliches Endergebnis

So sieht das vorläufige amtliche Endergebnis für die sächsische Landtagswahl aus:

CDU: 39,4 %
(2009: 40,2%)

LINKE: 18,9 %
(2009: 20,6%)

SPD: 12,4 %
(2009: 10,4%)

AfD: 9,7 %
(2009: – )

Grüne: 5,7 %
(2009: 6,4%)

NPD: 4,95 %
(2009: 5,6%)

FDP: 3,8 %
(2009: 10,0%)

Andere: 5,2 %
(2009: 6,8%)

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Prognose

So sah die Prognose für die sächsische Landtagswahl aus:

CDU: 39 %
(2009: 40,2%)

LINKE: 19 %
(2009: 20,6%)

SPD: 12,5 %
(2009: 10,4%)

FDP: 3,5 %
(2009: 10,0%)

Grüne: 6 %
(2009: 6,4%)

NPD: 5 %
(2009: 5,6%)

AfD: 10 %
(2009: -)

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