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S21: Stresstestsoftware war fehlerhaft

Die bei Stuttgart 21 verwendete Stresstestsoftware wies Fehler auf.

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Wer hätte das gedacht!? Die Software, mit der die verkehrstechnische Leistungsfähigkeit des geplanten unterirdischen Bahnhofs Stuttgart 21 getestet wurde, enthielt einen Fehler. Dieser Fehler machte sich vorallem zu Gunsten der Bahn bemerkbar. Wer hätte das gedacht!?

Die Software „Railsys“ der Firma RMCon aus Hannover ist fehlerhaft im Bereich des Zeitpunktes der Signalstellung bei der Ausfahrt von Zügen aus dem Bahnhof. Besonders bei verspäteten Zügen macht sich der Fehler bemerkbar und führt zu einer real nicht vorhandenen Kapazitätssteigerung. Die Simulation von Stuttgart 21 ermittelte also eine Leistungsfähigkeit, die der Untergrund-Bahnhof nie haben wird. Herausgefunden hat das WikiReal, das Portal für den Faktencheck zu aktuellen und kontrovers diskutierten Themen.

Der von der Bahn angeführte Nachweis der Leistungsfähigkeit ist damit erledigt. Die zugesagten 49 Züge in der Spitzenstunde kann Stuttgart 21 nicht erbringen. Nur 32 bis 38 Züge sind maximal möglich. Damit ist die Planrechfertigung für das ImmobilienProjekt Stuttgart 21 entfallen. Zumindest, wenn es nach Recht und Gesetz geht.

Das baden-württembergische Ministerium für Verkehr und Infrastruktur will nun diesen Sachverhalt prüfen. Über Konsequenzen will man erst nachdenken, wenn die Vorwürfe von WikiReal erhärten und belastbare Unterlagen vorliegen. Man kann nur hoffen, daß diese belastbaren Unterlagen nicht von der Bahn selbst oder ihr wohlgesonnenen Unternehmen stammen werden. Sonst ist man am Ende wieder ganz erstaunt, daß es Fehler zu Gunsten der Bahn gibt.

Quellen: Fefes BlogEisenbahnjournal

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