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Das Fahrrad wird in Deutschland immer beliebter

Keine Angst, der König Fußball ist und bleibt die Nummer eins, wenn es um Sport in Deutschland geht. Aber was bei unseren Nachbarn in den Niederlanden schon lange gang und gäbe ist, wird auch in Deutschland immer mehr zur Normalität. Das Fahrrad ist für viele Deutsche nämlich in erster Linie kein Sportgerät, sondern ein Fortbewegungsmittel im Alltag. Obendrein ist diese Art der Fortbewegung auch noch kostenlos. Dass das Fahrrad immer populärer wird, hat allerdings auch negative Auswirkungen. Für viele deutsche Radfahrer wird die Fahrt im Großstadtverkehr immer mehr zum Glücksspiel, denn sich zwischen all den LKWs und SUVs seinen Weg auf einem Fahrrad in einer deutschen Stadt zu bahnen ist ungefähr genauso adrenalinintensiv, als würde man eine Slot Machine kostenlos spielen ohne Anmeldung.

Die Gründe, aufs Fahrrad zurückzugreifen, sind natürlich genauso vielseitig wie die verschiedenen Arten der Räder. Laut einer Umfrage von Fahrrad.de gaben die meisten der Befragten an, ihr Rad für das Pendeln zum Arbeitsplatz oder für den Einkauf zu nutzen. Erstaunlich ist hingegen, dass 63% der Teilnehmer angaben, sie würden ihr Fahrrad täglich nutzen. Vor allem für die von schlechter Luft geplagten Stadtbewohner der Bundesrepublik sollte dies Musik in deren Ohren sein, leider ist jedoch das Gegenteil der Fall. Während für das Jahr 2019 mit 3.040 der tiefste Stand der Verkehrstoten in Deutschland gezählt wurde, gab es nur eine einzige Gruppe unter den Verkehrsteilnehmern, die mehr tödlich Verunglückte zu beklagen hatte als noch im vergangenen Jahr.

Sicher, als Radfahrer gilt man als besonders gefährdet, denn es gibt keine Knautschzone wie etwa im Auto. Besonders oft wurden tödliche Verkehrsunfälle von Fahrradfahrern im Zusammenhang mit den größten Verkehrsteilnehmern, den LKWs registriert. Generell ist das Abbiegemanöver äußerst gefährlich für den Zweiradverkehr. Aufgrund der erhöhten Sitzposition und den limitierten Sichtverhältnissen aus der Fahrerkabine ist dieser Vorgang derart problematisch. Dabei ist schon seit Jahren ein technologisches Hilfesystem verfügbar, das tatsächlich Leben retten könnte – der sogenannte Abbiegeassistent. Allerdings ist der Einbau dieses Systems in Deutschland noch immer nicht vom Gesetzgeber vorgeschrieben.

Was können Radfahrer tun, um sicherer unterwegs zu sein?

Die Schuld für schwere Unfälle zwischen Radfahrern und anderen motorisierten Verkehrsteilnehmern liegt natürlich nicht immer bei den Auto- und LKW Fahrern. Viele schwere und gar tödliche Unfälle könnten verhindert werden, wenn auf dem Rad einige einfache Maßnahmen umgesetzt würden. Dazu gehören unter anderem:

  • Verkehrsregeln beachten!

Was eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte, führt immer wieder zu Problemen, die Verkehrsregeln. Ja, sie gelten auch für Radfahrer. Rote Ampeln zu überfahren oder mal eben sich durch den angestauten Verkehr quetschen ist nicht nur ein Kavaliersdelikt, sondern kann tödlich enden.

  • Helm aufsetzen

Diese einfache Maßnahme kann den Unterschied ausmachen. Auch wenn der Radhelm nicht gesetzlich vorgeschrieben ist, sollte man nie ohne unterwegs sein. Radfahrer treffen beim Sturz häufig mit dem Kopf auf den Asphalt und schwerwiegende Kopfverletzungen sind oftmals die Folge. Ein Helm kann das Leben retten!

  • Sichtbar sein

Nur wer als Verkehrsteilnehmer erkannt wird, kann auch als solcher respektiert werden. Fehlende Beleuchtung am Rad oder unzureichend reflektierende Bekleidung ist leider noch viel zu oft der Grund, mit dem Rad übersehen zu werden. Achten Sie darauf, gerade bei schlechten Witterungsverhältnissen gesehen zu werden.

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