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Fairer Wettbewerb auf der Schiene: Transdev fordert gleiche Ampelschaltung für alle Bahnen

Die Deutsche Bahn Tochter DB Netz benachteiligt private Bahnen.

Deutschland ist Land, das über ein relativ dichtes Schienennetz verfügt. 35.000 Kilometer sind – trotz der zahlreichen Stillegungen in der Vergangenheit – derzeit als Eisenbahnstrecken verfügbar. Das klingt viel und das ist es auch. Mit diesem Netz sollte es eigentlich möglich sein, einen modernen, schnellen und pünktlichen Einbahnverkehr zu realisieren, auch wenn viele Regionen vom Fernverkehr oder Bahnverbindungen überhaupt abgeschnitten sind.

Trotz des großen Netzes hakt es immer wieder. Pendler, die tagtäglich auf die Eisenbahn angewiesen sind, können davon ein Lied singen. Verspätungen und Zugausfälle gehören inzwischen „zum guten Ton“ auf der Schiene. Sollte ein Zug tatsächlich einmal pünktlich sein, und das gar noch über einen längeren Zeitraum immer wieder, dann ist das bereits ein Thema für die täglichen Nachrichten. Ein unhaltbarer Zustand, der nicht nur ärgerlich für die Fahrgäste ist, sondern vor allem die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des ganzen Landes gefährdet.

DB Netz

Ein Grund für diesen Zustand hat auch mit der Vergangenheit zu tun. Bis 1994 wurde der Eisenbahnverkehr in Deutschland Ost und West von Reichsbahn und Bundesbahn abgewickelt, beides rein staatliche Unternehmen. Am 01. Januar 1994 wurden Bundesbahn und Reichsbahn zur Deutschen Bahn AG (DB) verschmolzen. Aus den beiden Staatsunternehmen wurde eine Aktiengesellschaft, die in der Zukunft handelsrechtlich und wirtschaftlich wie privates Unternehmen agieren sollte, auch wenn sich die Deutsche Bahn AG selbst heute noch zu 100 Prozent im Besitz des Bundes befindet.

Mit der Privatisierung der Eisenbahn fiel das gesamte Schienennetz an die Deutsche Bahn. Deren Tochter, die DB Netz ist seitdem für den Bau, Ausbau und Unterhalt der Schienenwege verantwortlich. Und die DB Netz bestimmt, wer dieses Schienennetz wann nutzen darf. Das bekommen vor allem die Konkurrenten der DB zu spüren.

Rote Ampel für Private

Auch 20 Jahre nach der Liberalisierung des Schienenverkehrs in Deutschland besteht zwischen den Eisenbahnverkehrsunternehmen immer noch eine Ungleichbehandlung. Die Bahn bestimmt die Fahrpläne aller Unternehmen auf der Schiene und bevorzugt dabei oftmals die eigenen Züge, sagt die Transdev GmbH.

Für die Deutsche Bahn hat der eigene Fernverkehr, in Form der bekannte ICE Züge den absoluten Vorrang vor allen anderen. An Platz zwei rangieren der Güterverkehr, die Regionalbahnen der Deutschen Bahn und die von der Bahn betriebenen S-Bahnen. Erst dann kommen die privaten Eisenbahnunternehmen. In der Folge kommt es deshalb dazu, daß die privaten Bahnen, etwa die Züge der Transdev an der roten Ampel warten müssen, während andere rechts und links ungehindert vorbeirauschen.

In diesem Video wird das sehr anschaulich erklärt:

Die Benachteiligung der privaten Bahnen führt zu Schäden für Millionen von Pendlern, die täglich auf die Züge angewiesen sind. Aber auch der Steuerzahler wird dadurch belastet, denn der Nahverkehr wird durch Steuergelder finanziert. Das muß aufhören!

Die Transdev-Gruppe, derzeit Deutschlands größter privater Betreiber von Bahn- und Busverkehren, fordert deshalb gleiche Ampelschaltungen für alle. Die Züge der Deutschen Bahn und die der privaten Bahn müssen endlich gleichberechtigt auf Deutschlands Schienennetz unterwegs sein dürfen.

Es ist nun an der neuen Koalition in Berlin, diesen Mißstand auf der Schiene endlich zu beenden, hält sie als Einzelaktionär der Deutschen Bahn AG doch alle Fäden dafür in ihrer Hand.

Transdev

Die Transdev GmbH hat ihren Sitz in Berlin. Mit über 5.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von über 900 Millionen Euro der größte private Mobilitätsanbieter in Deutschland. 43 aktive Tochtergesellschaften im Bahn- und Busbereich bringen mit modernen Fahrzeugen jährlich rund 210 Millionen Fahrgäste sicher und komfortabel an ihr Ziel.


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