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Die dämlichsten Passwörter 2017

Dummheit stirbt nicht aus. Die Top 10 der dämlichsten Passwörter 2017 zeugt davon.

Man will es kaum glauben, und doch ist es traurige Realität. Die immer noch meistgenutzten Paßwörter im Netz und auf privat oder geschäftlich genutzten Computern sind selten dämlich.

123456

Seit Jahren ist es Thema, daß man möglichst schwer zu erratene Paßwörter im Internet und auf Computern, die mit dem Netz verbunden sind, dazu zählen auch Smartphones und Tablets, nutzen sollte. Doch es passiert nichts. Statt relativ sicheren Passwörtern, wie „AcD%&/(2745hh“ werden weiterhin die alten Klassiker der Bequemlichkeit wie „123456“ genutzt. Und Bequemlichkeit heißt in diesem Fall Dämlichkeit, denn solche einfachen Passwörter kann heute jeder kleine online Nachwuchskriminelle mit wenig technischem Aufwand innerhalb kürzester Zeit knacken.

Zwar trauen viele Menschen in Deutschland noch immer nicht dem Online-Handel, schon gar nicht wenn sie dafür die Nummer ihrer Kreditkarte oder gar die heilige Nummer ihrer Kontoverbindungen angeben sollen, was natürlich in den allermeisten Fällen großer Quatsch ist, bei der Vergabe ihrer Passwörter lassen sie dann jedoch alle Sicherheitsbedenken fallen und nutzen die einfachsten Passwörter, die Kriminelle geradezu einladen, sich des eigenen Geldes oder persönlichster Daten zu bemächtigen.

Top 10

Das Hasso Plattner Institut (HPI) hat sich einmal die Mühe gemacht und 12,9 Millionen E-Mail-Adressen mit de.-Domain untersucht. Mit Hilfe des hauseigenen Identity-Leak-Checker des HPI können User herausfinden, ob die von ihnen verwendeten Zugangsdaten möglicherweise gehackt wurden.

Diese Abfragen hat das HPI ausgewertet und kommt zu dieser Top 10 der meist verwendeten Passwörter:

  1. 123456
  2. 123456789
  3. 1234
  4. 12345
  5. 12345678
  6. hallo
  7. passwort
  8. 1234567
  9. 111111
  10. hallo123

Daraus ergibt sich, daß tatsächlich „123456“ immer noch das am meisten verwendete Passwort in Deutschland ist.

Und nein, das ist nicht die Top 10  der dämlichsten Passwörter, sondern die Liste der tatsächlich am meisten verwendeten Zugangsdaten, unabhängig davon, wie clever die verwendete Kombination ist. Man mag es nicht glauben.

Selbst schuld

Diese Auswertung berücksichtigt nur die Zugangsdaten für E-Mail-Adressen, und nur die, die eine de.-Domain nutzen. Doch man kann sicherlich fest davon ausgehen, daß es auch bei anderen Gelegenheiten nicht besser aussehen wird.

Wieviele WordPress Homepages mit den Zugangsdaten „admin“ und dem Passwort „12345678“ praktisch offen im Netz stehen, kann sich jeder locker ausrechnen. Wenn dann etwas passiert und die eigene Homepage oder der Shop tagelang oder vielleicht auch nie wieder erreichbar ist, dann hat man selbst schuld und müsste eigentlich noch zur Zahlung einer Dämlichkeitsabgabe an Datenschutzorganisationen verdonnert werden.

Wer so fahrlässig im Netz mit seinen Daten umgeht, der glaubt sicher auch das Märchen, daß mehr Überwachung zu mehr Sicherheit führt. Dummheit stirbt halt nie aus.

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