NS-Vergleich durch Ministerpräsident Wulff

Nachdem in der letzten Woche Prof. Sinnlos durch einen NS-Vergleich aufgefallen war, ist sich auch der niedersäschsische Ministerpräsident nicht zu schade für einen solchen.

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Nun ahnte man schon längst, daß Wulff (CDU) intellektuell eher am Limit segelt, aber von einem „Pogrom gegen Manager“ zu reden, nur weil man diese wegen ihrer völlig überhöhten Gehälter kritisiert, sprengt auch bei ihm alles bisher dagewesene.

In der Sendung „Studio Friedman“ bei N24 sagte Wulff wörtlich:

Ich finde, wenn jemand zehntausend Jobs sichert und Millionen an Steuern zahlt, gegen den darf man keine Pogromstimmung verbreiten.

Selbst auf die gezielte Nachfrage von Moderator Michel Friedman hin, ließ Wulff den NS-Vergleich stehen.

Auch einem Herr Wulff muß bekannt sein, was bei der Judenverfolgung im „Dritten Reich“, und in diesem Zusammenhang wird der Begriff Pogrom verwendet, abgegangen ist. Diese Greueltaten mit der Kritik an Managergehältern auch nur ansatzweise vergleichen zu wollen, ist völlig absurd.

Noch verwerflicher ist dabei der Umstand, daß sich die Pogromnacht vom 9. November 1938 gerade in dieser Woche zum 70. Mal jährt. Soviel Verstand und Anstand sollte ein Mensch, der als Ministerpräsident ein Bundesland führen will, eigentlich besitzen, um solche Vergleiche nicht anzustellen.
Da Herr Wulff diese moralischen Grundbedingungen offenbar nicht erfüllen kann oder will, bleibt eigentlich nur der Rücktritt vom Amt des Ministerpräsidenten, denn das Ansehen Deutschlands wird durch solche Personen nachhaltig gestört.

Quelle: Spiegel

2 Kommentare

  • honigbaerli

    anstand und taktgefühl gibts heute leider auch in der politik nicht mehr..wichtig ist es nur für diejenigen den rentenanspruch zu sichern!!

  • Leider wird jeden Tag eine neue Sau durchs Mediendorf getrieben, so daß die Entgleisung eines Christian Wulff jetzt schon wieder vergessen ist.