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Italiener stoppen Media-Markt Werbung

Verärgerte Italiener zwingen Media-Markt zum Absetzen eines Werbespots.

In einem der Media-Markt Spots zur Fußball-EM spielt Olli Dittrich den Iltaliener „Toni“, der passenderweise die „EMpfehlung des Jahres“ anpreist.
Dabei werden auch einige Klischees bedient, die den Italienern in Deutschland und im Heimatland gar nicht passen. So kommt „Toni“ im Spot mit gegelten Haaren, dicker Sonnenbrille im Haar und überdimensionierter Goldkette daher. Macho, typisch Italiener möchte man meinen. Böses Klischee sagen die Italiener.
Besonders aber die Sprüche von „Toni“ lösten Verärgerung aus. So wird von ihm erklärt, wie der Fußball in Italien so funktioniert:

Die Deutsche kaufe Lappetoppe, die Italiener kaufe Schiedsrichter. Kleiner Scherz.

Die italienischen Zeitungen „Corriere della Sera“ und „La Repubblica“ nannten die Werbespots mit „Toni“, von denen es insgesamt vier Stück gibt, rassistisch und extrem klischeebehaftet.

Media-Markt hat nun reagiert und den Spot, in dem „Toni“ das mit den Schiedesrichtern erklärt, aus dem Programm genommen. Dies soll als Kompromiss verstanden werden, denn man wolle in keinster Weise einzelne Personen oder Personengruppen beleidigen.
Ganz werde man die Kampagne aber nicht stoppen. Die anderen Spots mit „Toni“ werden weiterhin verwendet.

Quelle: SPIEGEL

Getroffene Hunde bellen, sagt man. Und daß im italienischen Fußball Schiedsrichter gekauft worden sind, ist nunmal eine Tatsache. Aber natürlich machen das nicht alle italienischen Vereine und man kann das auch nicht verallgemeinern. Insofern geht der Stopp des Spots schon o.k.
Man merkt allerdings langsam die Aufregung bei den Italienern, so kurz vor der EM. Da versteht man beim Thema Fußball keinen Spaß mehr.

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