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Ist dies das Ende des Verbrennungsmotors?

Norwegen plant offenbar das Verbot von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren.

Nicht erst seit den #Dieselgate Betrügereien des Volkswagen Konzers, der mit spezieller Software versuchte, bessere Abgaswerte vorzugaukeln, ist der Dieselmotor in Verruf geraten. Abgase und Feinstaub waren auch schon vor dem – unter anderem auch durch VW – initiierten Hype, großflächig Dieselmotoren auch in Personenkraftwagen einzubauen, ein großes Thema. Eigentlich sprach alles gegen den Selbstzünder im privaten PKW, doch es kam wie wir alle wissen anders.

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Die bisherige Alternative ist umwelttechnisch nicht viel besser. Auch beim Verbrennen von Benzin entstehen Abgase, die weder der Umwelt noch der Gesundheit zuträglich sind. Von der Gewinnung des Rohöls, den politischen Verwicklungen dabei, den Arbeitsbedingungen in der Erdölindustrie in vielen Teilen der Welt und den endlichen Vorkommen des Bodenschatzes einmal ganz zu schweigen.

Wirklich umweltfreundliche Alternativen müssen dringend her. Denn das Zeitalter der Verbrennungsmotoren neigt sich unaufhaltsam dem Ende zu.

Norwegen plant Verbot von Verbrennungsmotoren

Das skandinavische Land Norwegen will nun offenbar Nägel mit Köpfen machen. Innerhalb der norwegischen Regierung wird derzeit ein Gesetz diskutiert, daß einen Zulassungsstopp für Autos mit Verbrennungsmotoren ab dem Jahr 2025 vorsieht. Ab diesem Zeitpunkt dürfen dann keinen neuen Diesel- und Benzin-PKW mehr auf die Straßen Norwegens. Das kommt einem Verbot von Verbrennungsmotoren im Auto gleich.

Nun wollen auch die Norweger, schon angesichts der Dimensionen und Entfernungen innerhalb des Landes, ungern zu Fuß laufen. Deshalb setzen die Skandinavier alles auf Elektromobilität und andere alternative Antriebe.

Auch die anderen Verkehrsträger werden Konsequenzen zu spüren bekommen. So sollen ab 2030 alle neu in Dienst gestellten Schiffe und Fähren abgasfrei sein und im Flugverkehr und Schwerlastverkehr soll der Anteil von Biotreibstoff spürbar erhöht werden.

Elektroautos

Diese Überlegungen kommen natürlich nicht von ungefähr. Der Klimawandel läßt sich nur aufhalten, wenn die Emission der Treibhausgase endlich wirksam eingeschränkt wird. Soviel steht fest, auch wenn das die „Kliamexperten“ von der AfD und anderen Gruppierungen immer noch anzweifeln.

Norwegen ist bereits Vorreiter. Schon heute sind 15 Prozent aller im Land neuzugelassenen Fahrzeuge E-Mobile. Der Strom für die Autos wird nicht wie hierzulande aus Kohle und Atom gewonnen, sondern fast zu 100 Prozent aus den umweltfreundlichen Quellen Wasser und Wind. Insofern ist die Elektromobilität in Norwegen wirklich schlüssig, weil die Emissionen nicht an andere Stelle verlagert werden, sondern tatsächlich eingeschränkt werden.

Die finanzielle Förderung von Elekro-Fahrzeugen durch den norwegischen Staat soll ab dem kommenden Jahr schrittweise zurückgefahren werden. Die meisten Parteien sind der Ansicht, daß die E-Autos schon heute auch ohne Zuschüsse, Steuernachlässe und zuvorkommende Behandlung im Straßenverkehr attraktiv genug sind. Ab 2025 hat man dann als Autokäufer in Norwegen ohnehin keine andere Wahl mehr.

Allein sind die Norweger mit ihrer Idee übrigens nicht. Auch die Niederländer streben ein ähnliches Gesetz an, nach dem ab dem Jahr 2025 keine Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor mehr zugelassen werden dürfen.

Lage in Deutschland

Deutschland ist von solchen Ideen noch weit entfernt. Weder hat man auch nur ansatzweise so hohe Zulassungszahlen von E-Fahrzeugen wie Norwegen, noch kommt man hierzulande auf einen solch hohen Anteil der Erneuerbaren an der Stromproduktion. Es bleibt also noch viel zu tun, um die selbstgesteckten Klimawerte zu erreichen.

Die Regierung Merkel aus CDU, CSU und CDU steht jedoch mit beiden Beinen auf der Bremse. Die Energiewende wird sehenden Auges gegen die Wand gefahren und die Elektromobilität wird noch immer vernachlässigt. Kein Wunder, schließlich haben die deutschen Autobauer die Elektromobilität weitgehend verschlafen und einzig auf Diesel- und Benzinmotoren gesetzt. Genau das rächt sich nun.

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