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Livestream: Verläßt Julian Assange heute die Botschaft?

Heute könnte Julian Assange nach fast 4 Jahren die ecuadorianische Botschaft in London verlassen.

Das UN-Urteil ist eindeutig. Der zwangsweise Aufenthalt von Assange in der Botschaft Ecuadors in London seit 2012, weil ihm eine Auslieferung an Schweden und damit wohl an die USA droht, stellt eine illegale Haft für Assange dar.

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Nach dem Urteil verlangt Assange umgehend seinen Paß wieder, damit er das Land frei verlasen kann. Wahrscheinlich wird er sich dann nach Ecuador begeben. Das südamerikanische Land hatte ihm bereits kurz nachdem er in dessen Botschaft Schutz gesucht hat, politisches Asyl gewährt.

Livestream aus London

Heute könnte es also tatsächlich soweit sein, daß Assange endlich die ecuadorianische Botschaft in London wieder verlassen kann, ohne Gefahr zu laufen, an die USA ausgeliefert zu werden.

Ob es dazu wirklich kommt, kann man in einem Livestream mit direktem Blick auf die Tür der Botschaft in Londons Hans-Crecent-Street verfolgen:

Quelle: YouTube

Menschenrechte

Für Großbritannien und Schweden ist die ganze Angelegenheit eine große Blamage. Wird durch diesen Fall der Welt doch unmittelbar vor Augen geführt, daß es mit der Demokratie und den Bürgerrechten in diesen Ländern nicht zum Besten bestellt ist. Wer sich freiwillig zum Handlanger der USA macht, tritt die Menschenrechte mit Füßen.

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10 Tage Vorrat für den Katastrophenfall

Man darf davon ausgehen, daß sämtliche “Anklagepunkte” (es gibt ja nicht einmal eine richtige Anklage in Schweden) nur vorgeschoben sind, um Assange festzusetzen und ihn dann ganz schnell an die USA ausliefern zu können. Dort droht ihm wegen seiner Mitarbeit bei Wikileaks eine jahrelange Gefängnisstrafe, wenn nicht sogar die Todesstrafe.

Die USA haben es nun mal sehr ungern, wenn man ihnen bei ihrem dreckigen Spiel allzu genau auf die Finger schaut. Das haben neben Assange auch schon Edward Snowden und Chelsea Menning (früher Bradley Manning) zu spüren bekommen. Whistleblower gelten in den USA als Vaterlandsverräter. Dabei sind es die Leute, die die Machenschaften der USA und ihrer Geheimdienste decken, die in den Knast gehören. Friedensnobelpreisträger Obama zu allererst.

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