Homs – Bilder aus einer zerstörten Stadt

Was Krieg wirklich bedeutet, kann man eindrücklich an der syrischen Stadt Homs sehen.

Die einst blühende Stadt Homs liegt in Trümmern. Wer immer noch meint, die Flüchtlinge fliehen aus Syrien, weil sie einzig darauf spekulieren, im „goldenen Westen“ ein tolles Leben führen zu können oder weil sie aus reiner Spaß am Abenteuer den lebensgefährlichen Weg übers Mittelmeer wählen, und solche Stimmen hört man leider immer wieder, der kann sich jetzt einmal direkt vor Augen führen, wie es derzeit in Homs tatsächlich aussieht.

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Homs vor dem Krieg

Homs war vor dem Krieg eine bedeutende Stadt in Syrien. Rund 1 Million Menschen lebten hier, in der drittgrößten Stadt des Landes nach Damaskus und Aleppo. Ihre Lage im fruchtbaren Tal des Nahr al-Asi macht Homs zu einer blühenden Metropole.

Homs heute

Das alles war einmal. Heute ist Homs weitgehend zerstört. Die Menschen sind entweder geflohen oder tot. Wo früher blühendes Leben pulsierte, liegen heute die Trümmer der Häuser und damit die pulverisierten Träume, Hoffnungen und Zukunftsvisionen der einstigen Bewohner.

Filmaufnahmen von einer ferngesteuerten Drohne aus gemacht, die vor wenigen Tagen Homs überflog, zeigt das ganze Ausmaß der Zerstörungen durch die jahrelangen Angriffe:

Quelle: YouTube

Diese Bilder erinnern an Berlin im Mai 1945 als Flugzeuge der Alliierten nach der Kapitulation vergleichbare Bilder der völlig zerstörten ehemaligen Reichshauptstadt aufnahmen.

Auch in Homs scheint kein Haus verschont geblieben sein. Zerstörung wohin das Auge blickt. In dieser Stadt können definitiv keine Menschen mehr Leben. Jeder, der nicht total fremdenfeindlich verblendet ist, wird verstehen, daß die Menschen daraus fliehen müßten. Denn, auch wenn es in Homs heute schon so aussieht, ist der Krieg doch noch immer nicht beendet.

Die Kämpfe gehen immer weiter. Tag für Tag. Auch, wenn man sich fragt, worum man da noch kämpft.