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Eine Welt ohne Hunger ist möglich.

Das Recht auf Nahrung – kein anderes Menschenrecht wird so häufig verletzt wie dieses.

Flüchtlingskrise, Flüchtlingslawine, Flüchtlingsproblem – all diese Schlagworte muß man seit Wochen in zahlreichen Medien lesen. Sie suggerieren, daß die Flüchtlinge, die zur Zeit nach Deutschland kommen, ein Problem darstellen. Doch das einzige Problem, das es mit den Flüchtlingen gibt, ist, daß viele aus unserer Gesellschaft nicht teilen wollen. Besitzstandsdenken und Angst um eigene Pfründe vernebeln die Sicht auf die Lage.

Die Menschen, die bei uns Schutz suchen, fliehen dagegen vor echten Problemen. Vor Krieg, vor dem „Islamischen Staat“, vor Terror. Und vor Hunger. Dagegen sind unsere Probleme fast schon lächerlich.

Das Problem Hunger

Während wir langsam anfangen, darüber nachzudenken, welche Delikatessen wir zum Weihnachtsfest verspeisen wollen, sind weltweit mehr als 800 Millionen Menschen von Hunger betroffen, das entspricht 10 Mal der Bevölkerung der Bundesrepublik. Jeder neunte Mensch auf unserem gemeinsamen Planeten Erde muß hungrig einschlafen. Und eine weitere Milliarde Menschen müssen Nahrung zu sich nehmen, die sie nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt.

Niemand will uns in den reichen Industrieländern das Weihnachtsfest vermiesen, doch angesichts dieser Zahlen sollte jedem der christliche Grundsatz des Teilens wieder in den Kopf kommen. „Geben ist seliger denn Nehmen.“

Hilfe vor Ort

Natürlich kann Deutschland nicht die ganze Welt bei sich aufnehmen. Das will auch niemand, zu allerletzt die Flüchtlinge selbst. Sie würden viel lieber in ihrem Heimatland bleiben und dort ordentlich leben können und eine Chance auf eine gesicherte Zukunft haben. Um solche Lebensbedingungen zu erreichen, packen sie auch gern an. Maßnahmen zur Selbsthilfe direkt in den Ländern können helfen, die Verhältnisse zu ändern.

Die Sicherung der Ernährung der Menschen ist dabei eine ganz zentrale Aufgabe. Dabei hilft auch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit dem Programm „Eine Welt ohne Hunger

Eine Welt ohne Hunger

Mit diesem Programm werden Menschen in ihren Ländern gefördert, damit sie ihr eigenes und das Leben ihrer Gemeinschaft verbessern können.

So zum Beispiel ein Unternehmer in Ghana, der nährstoffreiche Lebensmittel herstellt:

Quelle: YouTube

Dieser Unternehmer will ganz gezielt die Menschen am unteren Ende der Einkommenspyramide nährstoffreicher Nahrung versorgen. Wenn man weiß, daß in Ghana 35 Prozent der Kinder an Blutarmut leiden, weil sie zu wenig Mineralstoffe und Vitamine bekommen, dann ist dies ein sehr wichtiger Schritt zur Verbesserung der Lebensverhältnisse.

Oder die Bienenzüchterin aus Äthiopien:

Quelle: YouTube

Das Geschäft der Imkerei in Äthiopien ist eines mit langer Tradition. Nun gilt es die Arbeitsweise zu modernisieren und unternehmerisches Denken zu verbreiten. Dafür werden entsprechende Kurse angeboten. Damit das Leben auf dem Land attraktiver wird und die Menschen keinen Grund haben, ihre Heimat zu verlassen.

Oder die Agraringenieurin aus Benin:

Quelle: YouTube

Sie gibt ihr Wissen zum Thema Ernährungssicherung durch Gartenbau und Soja ganz gezielt an die Frauen in Benin weiter. Das soll dazu beitragen, die Unterernährung in dem Land nachhaltig zu bekämpfen.

Das sind nur drei Beispiele von vielen, wie die Förderung der Menschen vor Ort aussehen kann. Und doch zeigen sie ganz deutlich, daß die Menschen in ihrer Heimat leben und aktiv werden wollen, wenn es die Verhältnisse zulassen. Hunger spielt dabei eine Schlüsselrolle. Die Förderung von solchen Aktivitäten vor Ort kann dazu beitragen, daß diese Menschen eine gesicherte Zukunft haben und das Thema Flucht keine Rolle mehr spielt.

Eine Welt ohne Hunger ist tatsächlich möglich, wenn wir alle es wollen.

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