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Wie lange kann sich Wulff noch halten?

Wann zieht sich Wulff vom Amt des Bundespräsidenten zurück?

Tritt Wulff noch vor Weihnachten zurück oder läßt er sich dafür Zeit bis nach dem Abschmücken des Christbaumes oder gar bis zum Jahresanfang? Allein darum scheint es derzeit zu gehen, wenn man die aktuelle Nachrichtenlage rund um den Bundespräsidenten wertet. Die Frage lautet schon lange nicht mehr, ob er zurücktritt, sondern nur noch wann.

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Zu erdrückend sind die sich häufenden Fakten, die nun nach und nach ans Tageslicht kommen. Erst sein Kredit und seine zu umstrittene Aussage dazu im niedersächsischen Landtag, dann das Wiederaufwärmen der Air Berlin-Affäre und danach seine auffällige Nähe zu vermögenden Unternehmern und seine Urlaube, die er und seine Frau häufig auf Einladung ebendieser Unternehmer in deren Ferienhäusern verbrachte. Irgendwer hat großes Interesse daran, Wulff aus dem Amt zu schießen.
Auffällig ist auch, daß gerade BILD als erste und in großen Lettern über den dubiosen Kredit berichtete und seit Tagen mit immer neuen Aufmachern das Thema am Kochen hält. Dabei war doch gerade BILD in all den Jahren so etwas wie das Haus- und Hofblatt des Herrn Wulff. Durch Irgendetwas ist diese gegenseitige Liebe zerbrochen.

Doch noch ist Wulff im Amt. Ganz offensichtlich um das zu ändern, kommen immer weitere Gerüchte auf. Dabei geht es auch um seine Frau, Bettina Wulff und deren mögliche Vergangenheit. Wer derzeit nach „bettina wulff“ googelt, bekommt folgende Suchvorschläge:

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Ohne auf die Suchvorschläge „prostituierte“ und „artemis“ einzugehen, bleibt doch festzuhalten, daß die ganze Geschichte mysteriöse Züge annimmt. Sollte da wirklich etwas sein in der Vergangenheit von Bettina Wulff, fragt man sich doch, warum das erst jetzt publik werden sollte. Wer hat die Macht und vorallem ein Interesse daran, diesen Bundespräsidenten gerade jetzt und mit solchen Methoden zu stürzen?

Der Bundespräsident Wulff ist bereits Geschichte. Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, wann er zurücktritt. Gegen diese mediale Macht hat er keine Chance. Das hat er allerdings -ganz ähnlich wie Guttenberg bei Beginn der Plagiatsaffäre- noch nicht begriffen. Was wiederum nicht verwunderlich ist, hat doch BILD ihm in den letzten Jahren den Weg freigeräumt. Und nun bekommt Wulff ausgerechnet von Springer Gegenwind und kann damit nicht umgehen und die notwendigen Konsequenzen ableiten. Aber das wird er noch. Ganz sicher. Schon Alt-Kanzler Schröder wußte um die Macht von BILD, BamS und Glotze. Wer die gegen sich hat, ist weg.

Damit eins auch klar ist: Ein Rücktritt von Wulff wäre kein Beinbruch. Dieser Mensch ist für dieses Amt einfach nicht der Richtige. Schon sein Wirken als niedersächsischer Ministerpräsident, die unwürdige Kandidatensuche und die peinliche Wahl in der Bundesversammlung ließen Böses für die Amtszeit ahnen. Und dieser bösen Vorahnung ist Wulff mehr als gerecht geworden. Deshalb ist es Zeit, daß er endgültig von der politischen Bühne abtritt. Sein Präsidenten-Gehalt bekommt er ja auf Lebenszeit weiter gezahlt. Hat ihm das schon jemand gesagt?

Der Rücktritt von Wulff wird dann auch direkt auf Bundeskanzlerin Merkel zurückfallen. Die Deutschen waren im letzten Jahr in großer und seltener Einigkeit für seinen Gegenkandidaten Gauck. Merkel ganz allein hat Wulff auf diesen Posten gesetzt. Das wird ihr nun zum Verhängnis, denn in einer neu einzuberufenen Bundesversammlung wird sie über keine Mehrheit mehr verfügen können. Nach der FDP bricht damit ein weiterer Stein aus dem Machtgefüge der Angela Merkel.

achtung Update (22.12.2011): Wulff gibt Erklärung ab und feuert seinenSprecher.

achtung Update2 (03.01.2012): Neuerliche Enthüllungen zu Wulffs Verständnis von Pressefreiheit machen einen Rücktritt mittlerweile unumgäglich.

achtung Update3 (08.09.2012): Bettina Wulff will nun juristisch gegen die Gerüchte ihre angebliche Vergangenheit im Rotlichtmillieu betreffend vorgehen. Sie hat bereits in der Vergangenheit mehrere Medien und auch Blogger zur Abgabe von Unterlassungserklärungen gezwungen. Jetzt geht sie gegen Günther Jauch und Google vor. Da demnächst ihr Buch „Meine Sicht der Dinge*“ erscheinen wird und die PR dafür gerade anläuft, hat diese Aktion allerdings einen schalen Beigeschmack.

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8 Kommentare

  1. Wer soll neuer Präsident werden ?

    Er ist ganz geschickt mit guter Taktik aus den eigenen Reihen gestürzt worden.
    Warum ?

    Ganz einfach, er hat es mit dem Satz ….der Islam gehört zu Deutschland …… einfach überzogen.

  2. @Stefan Müller:

    Wer soll neuer Präsident werden

    Wenn die SPD es klug anstellt, kann sie damit ihr Problem mit der K-Frage lösen.
    Ein Stone Bundespräsident, einer Kanzler.

  3. Pingback: SPD vergleicht Wulff mit zu Guttenberg

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