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Teures Eigenheim? – So lassen sich Fehler bei der Immobilienfinanzierung vermeiden!

Der Erwerb einer Wohnung oder eines Eigenheims steht bei vielen Deutschen ganz oben auf der Wunschliste. Beim Immobilienkauf gibt es allerdings finanzielle Fallstricke, die es zu vermeiden gilt. Zu wenig Eigenkapital und unterschätzte Zusatzkosten stellen die Baufinanzierung oft auf den Prüfstand und können im Extremfall das Eigenheim gefährden.

Wie schützen sich Wohnungs­käufer und Bauherren vor Fehleinschätzungen ihrer finanziellen Situation?

Nebenkosten bei der Finanzplanung berücksichtigen

Viele Immobilienkäufer legen bei ihrer Finanzplanung nur den reinen Kaufpreis ihrer Immobilie zugrunde, ohne dabei die nicht unerheblichen Nebenkosten zu berücksichtigen. Allerdings schlagen gerade die Zusatzkosten, die beim Haus- oder Wohnungskauf fällig werden, mit hohen Summen zu Buche.

Beim Erwerb eines Eigenheims wird eine Grunderwerbssteuer berechnet. Diese beträgt abhängig vom jeweiligen Bundesland zwischen 3,5 bis 6,5 Prozent des Kauf­preises. Für Notar und Grundbucheintragungen werden nochmals 1,5 oder 2 Prozent fällig. Wenn die Immobilie durch einen Makler vermittelt wurde, berechnet dieser eine orts­übliche Provision, die zwischen 3,57 bis 7,14 Prozent betragen kann. Insgesamt ist deshalb mit Nebenkosten von circa 15 Prozent zuzüglich zum reinen Kaufpreis zu rechnen.
Werden vor dem Einzug noch Renovierungs- oder Sanierungsarbeiten durchgeführt, entstehen weitere Kosten, die bei der Finanzplanung unbedingt bedacht werden müssen. Ein Umzug verschlingt Experten zufolge einige Tausend Euro.

Bauvertrag von Fachleuten prüfen lassen

Viele Bauherren unterschätzen die Kosten ihrer Immobilie und müssen eine Nachfinanzierung vornehmen. Um einen günstigen Kredit zu finden, lohnt sich ein objektiver Kreditvergleich, der die Kreditangebote unterschiedlicher Banken und anderer Kreditvermittler miteinander vergleicht. Bei diesem Anbieter lassen sich durch einen gründlichen und realistischen Vergleich günstige Angebote zur Finanzierung finden.

Eigenheim-Finanzierung gut planen | Foto: hschmider, pixabay.com, CC0 Creative Commons

Eigenheim-Finanzierung gut planen | Foto: hschmider, pixabay.com, CC0 Creative Commons

Durch versteckte Baukosten sind zahlreiche Bauherren ebenfalls gezwungen, eine Nach­finanzierung vorzunehmen. Die Gründe dafür häufig in mangelndem Eigenkapital und Mängeln in den Bau- und Leistungs­beschreibungen. Im Festpreis für den Neubau sind meist nicht alle Leistungen enthalten, die zur Fertigstellung eines Eigenheims notwendig sind. Bauherren wird deshalb empfohlen, den Bauvertrag vor Unterschrift von einem neutralen Experten, beispielsweise einem Gutachter, überprüfen zu lassen.

Häufig sind die Kosten für Haus­anschlüsse sowie für die Erschließung des Baugrund­stücks ebenso wie für Boden­gut­achten, Baustrom und Außen­anlagen nicht im Komplettpreis eingeschlossen und müssen vom Bauherrn separat bezahlt werden. Für eine stabile Immobilienfinanzierung ist Fachleuten zufolge ein Eigenkapital von mindestens 10 bis 20 Prozent des Kauf­preises sowie eine finanzielle Reserve, um sämtliche Neben­kosten bestreiten zu können, notwendig.

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