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DSDS-Finale: Karaoke-Marathon endlich vorbei

Thomas Godoj hat am Samstag bei RTL gewonnen.

Ein Hartz4-Empfänger weniger. Zumindest bis Ende des Jahres. Solange kann sich Godoj von RTL und seiner Plattenfirma rumschubsen lassen. Viel Geld wird er dabei allerdings nicht verdienen, dafür dürften schon die mit jedem Kandidaten vor Beginn der Castingshow abgeschlossenen Verträge sorgen.

Da heutzutage mit CDs kein Geld mehr zu verdienen ist, ist das Konzept der Sendung ein ganz anderes, als es nach außen kommuniziert wird. Ziel ist nicht die Suche nach einem Gesangstalent, das sich nach Ende des öffentlichen Castings zum Gesangsstar entwickeln kann und mit Live-Auftritten und Konzerten Geld verdienen kann, sondern die Castingshow selbst ist das Event.
Während der Monate in denen die Show im TV läuft, muß das Geld für den Sender verdient werden. Dazu wird der Ablauf der Vorcastings, Recalls und Mottoshows dramaturgisch genau festgelegt. Mit Hilfe der Presse und zeitlich genau abgestimmt freigegebenen „Storys“ rund um die Akteure wird der Spannungsbogen über die Monate hinweg aufgebaut. Die zumeist jugendlichen Zuschauer sollen bei der Stange gehalten werden und zum Anrufen für ihren Kandidaten animiert werden.
Das Geld für die Anrufe – das ist das Ziel dieser Shows. Alles andere inklusive des „Superstars“ ist nur Beiwerk.

Ende 2008 wird dann ein neuer „Superstar“ gesucht. Der alte kann sich dann wieder bei seinem Arbeitsvermittler melden.

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