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VW-Skandal weitet sich immer weiter aus.

Bei weiteren 800.000 Fahrzeuge gibt es Unregelmäßigkeiten bei den Abgasen, diesmal beim CO2.

Je tiefer man bohrt, desto mehr kommt meist auch an die Oberfläche. Diese Regel trifft auch auf den VW-Konzern zu. Sprach man zuerst von nur wenigen Fahrzeugen, die von Manipulationen bei den Abgaswerten betroffen sein sollen, mußte man wenig später zugestehen, daß weltweit wohl über 11 Millionen Fahrzeuge mit VW-Dieselmotor vom Typ EA189 betroffen sind. Die Werte an ausgestoßenen NOx erreichen zum Teil das Vierzigfache des erlaubten Grenzwertes. #Dieselgate nahm damit seinen Lauf.

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Allein die Bewältigung dieses Problems wird Volkswagen an den Rand der wirtschaftlichen Existenz bringen. Jetzt kommen neue Probleme dazu, und diesmal sind wohl auch erstmalig Benzin-Motoren in Verruf geraten.

Anfang der Woche kamen in den USA Berichte auf, daß es auch bei den 3-Liter-Dieselmotoren Manipulationen gegeben haben soll. Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, dann wäre auch die VW-Tochter Porsche vom Skandal betroffen. Das wäre besonders prekär, ist Porsche doch die Cashcow innerhalb des VW-Konzerns.

CO2-Werte falsch

VW-interne Untersuchungen haben nun ergeben, daß es bei etlichen Motoren auch Probleme mit dem Klimakiller Kohlendioxid (Co2) gibt. Rund 800.000 Fahrzeuge sollen diesmal betroffen sein, wenn man den Verlautbarungen aus dem Hause VW glauben will. Ob man das noch kann, nach all den Entdeckungen, bleibt abzuwarten. Die wirtschaftlichen Folgen des neuerlichen Problems werden auf 2 Milliarden Euro geschätzt.

Die Abweichungen bei den CO2-Emmissionen betreffen die 1,4-, 1,6- und 2,0-Liter-Dieselmotoren der meistverkauften Fahrzeugmodelle aus dem weitverzweigten VW-Konzern. Im Einzelnen sind das die VW-Modelle Polo, Golf und Passat, die SEAT-Modelle Leon und Ibiza, die Audi-Modelle A1 und A3 und das Skoda-Modell Octavia.

Überleben fraglich

Diese 2 Mrd. Euro addieren zu den Kosten, die dem VW-Konzern aus #Dieselgate erwachsen werden. Allein für die Manipulationen an den Dieselmotoren hat VW bereits 6,5 Mrd. Euro zurückgestellt. Daß diese Summe am Ende reichen wird, bezweifeln viele Experten.

Beim dem neuerlichen CO2-Problem werden VW und auch die VW-Halter wohl zusätzlich auch noch Probleme mit dem Finanzamt bekommen, denn die Höhe der Kfz-Steuer bemißt sich auch nach dem CO2-Ausstoß.

Die Investoren und Aktionäre bekommen mittlerweile kalte Füße. Der Kurs der VW-Aktie, nach den ersten Erkenntnissen eh schon im Börsenkeller, gab heute weitere 4,3 Prozent nach. Und nach unten scheint es bisher keine Begrenzung mehr zu geben. Rette sich und sein Geld, wer kann.

Die Wolken über Wolfsburg werden also immer dunkler und dunkler. Ein Aufklaren ist nach dem sich immer weiter ausbreitenden Abgasskandal, im dem immer wieder neue, teure Details bekannt werden, nicht einmal ansatzweise in Sicht. Das Überleben des gesamten Konzerns steht mittlerweile zur Disposition.

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