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Windows 8 bremst PC-Markt

Der PC-Absatz bricht im 1. Quartal ein. Marktforscher sehen Windows 8 als Grund.

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Damit hatte bei Microsoft wohl niemand gerechnet. Das hippe, tolle, bunte, trendige Windows 8 ist ein Rohrkrepierer. Mehr noch ist Windows 8 offenbar maßgeblich dafür verantwortlich, daß der weltweite PC-Absatz noch stärker als erwartet zurückgegangen ist.

Hätte man mal auf die Verbraucher gehört. Aber Marktforschung ist in den Augen von Microsoft, der größten und damit über jeden Fehler erhabenen Softwareschmiede der Welt, wohl total out. So etwas braucht man nicht. Die Zukunft gehört den Tablets und dem Touchdisplay. Basta.
So einfach ist die Wirklichkeit allerdings nicht. Auf Tablets und Smartphones mag die neuartige Benutzeroberfläche des Betriebssystems Windows 8 angebracht sein und einen echten Bedienvorteil bringen, auf einem Desktop-PC erwartet der Benutzer dagegen einen normalen Desktop, eine klare, einfache Steuerung und den Startbutton. Umerziehen unmöglich. Ein PC hat völlig andere Nutzer als ein Tablet und benötigt deshalb andere Bedienkonzepte. Niemand kann und will eine Rechnung oder ein Angebot auf einem Touchdisplay schreiben. Zumal solche Monitore derzeit den Weg in die Büros noch gar nicht gefunden haben – schlicht aus der Tatsache heraus, daß Maus und Tastatur in der normalen Büroumgebung einem Touchdisplay meilenweit überlegen sind. Deshalb wird niemand freiwillig und ohne Grund auf Windows 8 wechseln. Da ein Wechsel auf einen neuen PC mit einem Wechsel auf Windows 8 verbunden ist, wird eine Neuanschaffung solange wie irgendmöglich hinausgezögert. Das Ergebnis dieser verfehlten Produktpolitik sieht man jetzt in den Absatzzahlen.

All das war vorhersehbar und die Marktforscher von IDC haben dies in ihrer Marktanalyse jetzt mit Fakten belegt. Demnach ist der PC-Markt im 1. Quartal 2013 um stolze 14 Prozent zurückgegangen. Damit verstärkt sich die Schrumpfung des PC-Marktes nocheinmal erheblich. Neben dem allgemeinen Trend hin zu Tablet und Smartphone konnte IDC dabei Windows 8 eindeutig als Bremser ausmachen. „Microsoft habe es nicht geschafft, den PC-Absatz anzukurbeln. Vielmehr habe Windows 8 noch dazu beigetragen, den Abwärtstrend zu verstärken.“, so die Marktforscher von IDC. Eine Ohrfeige für die Redmonder Programmierer.

Der Versuch Windows 8 in Markt zu drücken, ist gründlich gescheitert. Microsoft wird sich schleunigst daran machen müssen, einen würdigen und nutzbaren Nachfolger von Windows 7 zu präsentieren. Ohne Kacheln, Touchscreen und umständliche Bedienung.

Quelle: IT-Business

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