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Microsoft rudert zurück: Windows 8 wird überarbeitet

Ende 2013 soll das neue Windows Blue die Bedienung vereinfachen.

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Das ist ein echtes Fiasko. Microsoft muß sich eingestehen, komplett am Markt und den Kunden vorbei entwickelt zu haben. Die Revolution der Bedienoberfläche von Windows 8 ist gescheitert. Immerhin gesteht man sich den Fehler nun ein.

Windows 8, von wenigen geliebt, wurde von der Mehrzahl der Kunden und Techniker gehasst. Die Idee, die Bedienung eines Smartphones, bei dem Touchdisplays und Kacheln und Apps sinnvoll sind und zum Stand der Technik gehören, auf einen normalen Desktop-PC zu übertragen, ist grandios gescheitert. Niemand will im Büro an seinem Monitor rumfummeln. Die neue Oberfläche von Windows 8 ist deshalb unbrauchbar. Maus, Tastatur, klare Menüs und der Startbutton sind einem Touchdisplay in der normalen Büroumgebung und beim Heimanwender meilenweit überlegen.

Lange hat sich Microsoft gesträubt. Doch der Einbruch beim PC-Absatz, der von Marktforschern auch Windows 8 angelastet wird, brachte nun die Entscheidung, bis Ende des Jahres ein Update mit dem Arbeitsnamen „Windows Blue“ zu bringen. Ende Juni 2013 soll auf der Microsoft-Entwicklerkonferenz Build in San Francisco eine erste Vorabversion vorgestellt werden. Mit Windows Blue soll die Bedienung wieder einfacher werden. Dabei will Microsoft auch Kundenwünsche berücksichtigen.
Als Kunden dürfte Microsoft hier vorallem die PC-Hersteller HP, Lenovo, Dell, Acer und andere im Blick haben. Und die haben nach dem Einbruch beim Absatz von PCs um fast 14 Prozent im ersten Quartal vorallem einen Wunsch: ein Betriebssystem, das von Business- und Homeanwendern gleichermaßen angenommen wird.

Windows Blue soll eine Nutzeroberfläche erhalten, die sich wieder stärker an dem bisher gewohnten Design orientieren soll, so die Microsoft Marketing-Chefin Tammy Reller. Ob der Start-Button wiederkommt, dazu wollte sie allerdings nichts sagen. An einer kombinierten Betriebssystem-Version für PCs und Tablets und Smartphones will man aber trotz aller Kritik festhalten.

So ganz will man das Scheitern von Windows 8 also nicht eingestehen. Dabei hat man damit Erfahrung. Schon das Betriebssystem Windows Vista, als Nachfolger des erfolgreichen Windows XP gedacht, fiel beim Kunden durch. Erst der Vista-Nachfolger Windows 7 konnte wieder für sprudelnde Umsätze sorgen. Insofern hätte man in der Redmonder Software-Schmiede eigentlich gewarnt sein müssen.

Quelle: SZ

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