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Rent a Rüttgers

Für nur 20.000 EUR verkauft die NRW-CDU Sponsoren-Gespräche mit dem NochMinisterpräsident Rüttgers.

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ruettgers

Was zu Kohls Zeiten, um einen gewissen Schein der Redlichkeit zu wahren, noch im Verborgenen ablief, wird heutzutage ganz offen und ohne Rücksicht auf Verluste durchgezogen.
Mußte sich ein gewisser Wolfgang Schäuble noch auf zugigen Autobahnparkplätzen rumtreiben, um 100.000 DM an Spenden für die CDU entgegenzunehmen, von denen ihm später allerdings der Aufbewahrungsort entfiel, so lädt Angela Merkel heutzutage den Chef der Deutschen Bank ganz selbstverständlich ins Kanzleramt ein, um für ihn eine mit Steuergeldern finanzierte Geburtstagsparty zu schmeissen. Oder die FDP: Die sammelt von Hoteliers eifrig Wahlkampfspenden ein, nur um diese unmittelbar nach Erringung der Macht steuerlich zu entlasten.
Da will auch die NRW-CDU nicht zurückstecken und bietet ihren Spitzenkandidaten und seine Dienstleistungen wie auf einem Basar an.
Moral ist offenbar nur hinderlich im Politik-Geschäft.

Wenn Herr Rüttgers noch einen Funken an Anstand besitzen sollte, was man nach seinen Wahlkampfauswüchsen der letzten Jahre, wo er mit Parolen wie „Kinder statt Inder“ u.ä. politischen Tiefpunkten auf Stimmenfang ging, nicht unbedingt annehmen kann, dann sollte er es seinem Generalsekretär gleichtun und sofort zurücktreten.
Das würde den Schaden zwar nicht reparieren aber dem Ansehen der Politik und dem Amt des NRW-Ministerpräsidenten gut tun.

Quelle: Der Westen, SZ

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