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Sexting: US-Richter drehen mal wieder durch

Wegen eines Handy-Fotos im BH sollen drei 12-jährige Mädchen ins Gefängnis.

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Ein Richter in den USA dreht mal wieder komplett durch. Offenbar sind die republikanischen, konservativen Gesellschaftsschichten in den USA so dermaßen verklemmt, daß die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn massiv unterbunden wird. Anders kann man sich das Verfahren gegen drei 12-Jährige(!) in Tunkhannock im US-Bundesstaat Pennsylvania nicht mehr erklären.

Das ganze „Verbrechen“ der Schülerinnen besteht darin, daß sie ein Handy-Foto von zwei der drei Freudinnen bei einer gemeinsamen Übernachtung gemacht haben sollen. Die zwei Mädchen haben sich auf dem Foto nicht etwa am Masturbathon beteiligt, sondern liegen nebeneinander auf einem Bett und haben lediglich die Oberbekleidung abgelegt. Beide tragen einen BH.
Deshalb müssen sich die Drei jetzt vor einem Gericht wegen Verbreitung von Kinderpornagrafie verantworten. Es droht ihnen Gefängnisstrafe und die Eintragung ins „Sextäter-Register“.

Nochmal zum Mitschreiben: Auf dem Foto ist nicht mehr zu sehen als bei jedem gewöhnlichen Foto, das am Strand oder im Schwimmbad aufgenommen wurde, eher noch weniger. Trotzdem soll es Kinderpornografie sein. Geht´s noch?

Zum Verhängnis wurde den Mädchen offenbar, daß das Foto von Mitschülern per Handy untereinander weitergegeben wurde. Dieses sogenannte Sexting -Kunstwort aus Sex und texting(SMS)- ist bei den amerikanischen Jugendlichen zur Zeit voll im Trend. Dabei werden selbstgeschossene Handys-Fotos oder Videos weitergegeben. Auf diesen Fotos oder Videos posieren die Jugendlichen mehr oder weniger spärlich bis gar nicht bekleidet vor der eigenen Kamera. Bis zu 20 Prozent aller US-Jugendlichen soll schon einmal solch ein Foto oder Video von sich versendet haben. Ein jugendlicher Jux ohne weitere Hintergedanken, mehr nicht.

Die Konservativen in den USA jedoch vermuten hier gleich die große Pornowelle, die Unheil und Verderben über Amerika bringt und schaden mit ihren unverhältnismäßigen und menschenrechtsverletzenden Prozessen zum einen den Jugendlichen im erheblichen Maße und zum anderen dem Ansehen der USA weltweit.
Forrest Gump drückte es so aus: “ Dumm ist, wer Dummes tut.“
Leider sind die krankhaft konservativen Richter in der Lage, das Leben dieser Mädchen nachhaltig negativ zu beeinflussen. Es wird Zeit, daß etwas gegen diese Hysterie unternommen wird, und das weltweit.

Welche Ausmaße das Ganze annehmen kann, muß unsere Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen, wegen der von ihr forcierten Internetzensur, die auch noch sehr leicht zu umgehen ist, kurz Zensursula genannt, jetzt am eigenen Leib spüren. Auf einer Pressekonferenz wollte sie einigen Journalisten Einblicke in die böse Welt der Kinderpornografie im Internet gewähren und zeigte dementsprechende kommerzielle Internetseiten. Und genau deshalb hat sie nun mehrere Anzeigen wegen Verbreitens von Kinderpornografie am Hals.
Mal sehen, ob´s  zum Nachdenken anregt.

Quellen: FAZ, Spon

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