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Deutscher Reisepass einer der mächtigsten weltweit

Wer einen der schönsten Urlaubsorte der Welt besuchen will, sollte ein wichtiges Dokument nicht vergessen: den Reisepass.
Bei Langstreckenflügen ist es ohnehin unumgänglich, ihn bei Kontrollen vorzuzeigen, und auch an Landesgrenzen kommt es zuweilen vor, dass die Beamten den Pass sehen wollen. Jedes Land gibt an seine Bürger Reisepässe aus, allerdings sind einige mehr wert als andere. Diese Wertigkeit ist vor allem daran zu erkennen, in wie viele Länder ihre Besitzer ohne größeren Aufwand einreisen können. Seit Jahren erweist sich in dieser Hinsicht der deutsche Reisepass als sehr mächtig.

Reisepass | Foto: geralt, pixabay.com, CC0 Creative Commons

Reisepass | Foto: geralt, pixabay.com, CC0 Creative Commons

Spitze im Ranking

Seit 2006 erstellt die US-amerikanische Beraterfirma Henley & Partners in Zusammenarbeit mit der International Air Transport Association ein Ranking der Reisepässe aller Staaten der Welt. Für diesen Henley Passport Index ermittelt das Unternehmen jedes Jahr die Bedingungen, unter denen die Bürger eines Landes in andere Staaten einreisen können. Für jedes Land, in das der Bürger mit seinem Reisepass und ohne zusätzliches Visum einreisen kann, bekommt der ausstellende Staat einen Punkt.
Im aktuellen Henley Passport Index liegen Japan und Singapur mit jeweils 189 Punkten gleichauf an der Spitze. Mit einem Punkt weniger nimmt Deutschland den zweiten Platz ein. Damit hat der deutsche Reisepass zum ersten Mal seit 2013 nicht mehr den Spitzenrang inne. Das bedeutet allerdings nicht, dass der Wert des Passes gesunken ist. Immerhin stieg seine Punktzahl von 176 im Jahr 2017 auf 188 in diesem Jahr. Vielmehr haben Änderungen der Visabestimmung einiger asiatischer Länder dafür gesorgt, dass die Dokumente von Japan und Singapur an Macht hinzugewonnen haben. Am Ende der Liste befindet sich übrigens seit Jahren der Reisepass von Afghanistan. So wie der irakische Pass kommt er lediglich auf 30 Punkte im Ranking.
Die Erstellung des Henley Passport Index unterliegt einigen Bedingungen. So darf der Reisepass etwa nicht im Ausland ausgestellt worden sein, der Besitzer muss volljährig sein und einen mindestens dreitägigen Aufenthalt im Zielland vorhaben. Gelten für Frauen eingeschränkte Einreisebedingungen, erhält das ausstellende Land automatisch keinen Punkt.

Schild Passkontrolle | Foto: geralt, pixabay.com, CC0 Creative Commons

Schild Passkontrolle | Foto: geralt, pixabay.com, CC0 Creative Commons

Wann man einen Reisepass braucht

Für Reisen innerhalb der Europäischen Union ist üblicherweise kein Reisepass nötig. Dafür reicht es, einen gültigen Personalausweis mit sich zu führen. Hat man jedoch vor, mehr als drei Monate in einem EU-Land zu bleiben, kann es unter Umständen doch sein, dass ein Reisepass benötigt wird.
Will man die Europäische Union verlassen, geht dies im Normalfall nicht ohne einen Reisepass. Ausnahmen bilden europäische Länder wie die Schweiz, Norwegen, Island und die Türkei, die man auch mit Personalausweis bereisen kann. Allerdings muss man bei einigen von ihnen zuvor angeben, wie lang der geplante Aufenthalt dauern wird. Auch wenn man in Tunesien Urlaub machen will, ist dafür unter bestimmten Bedingungen lediglich der Personalausweis nötig. Nimmt man nämlich an einer Pauschalreise teil, reicht es aus, am Flughafen neben dem Ausweis die Tickets für den Hin- und den Rückflug sowie die Buchung des Hotels vorzuzeigen. In Ägypten brauchen Urlauber aus Deutschland ebenfalls keinen Reisepass. Es genügt, bei der Grenzkontrolle ein Passfoto einzureichen, das dann für eine Einreisekarte verwendet wird. Allerdings empfiehlt das Auswärtige Amt, dennoch einen Reisepass in den Urlaub nach Ägypten mitzunehmen, da man ihn bei anderen Gelegenheiten brauchen könnte. Hat man zum Beispiel vor, in bestimmten Banken Geld abzuheben, könnte das Dokument verlangt werden.

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