Vorratsdatenspeicherung ist überflüssig

Berliner Polizei nimmt auch so zwei Terrorverdächtige fest.

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Die Polizei in Berlin hat heute zwei Männer im Alter von 24 und 28 Jahren festgenommen, die unter dem Verdacht stehen, sich chemische Substanzen besorgt zu haben, die für die Herstellung eines Sprengsatzes geeignet gewesen wären.
Konkret geht es um auffällig hohe Bestellungen von Kühlpads, die die beiden bei verschiedenen Lieferanten getätigt haben. Das in den Kühlpads befindliche Gel ist offenbar hochexplosiv, wenn es mit einer bestimmten Säure in Verbindung gebracht wird. Wohnungen und ein islamisches Kulturzentrum, in denen sich die Männer aufgehalten haben sollen, wurden daraufhin durchsucht.
Ob die beiden Tatverdächtigen bereits Ziele für einen mögliche Anschlag im Auge hatten und wie weit entsprechende Pläne schon gediehen waren, werden jetzt die Ermittlungen zeigen müssen.

Interessant ist dem Zusammenhang, daß solche spektakulären Festnahmen auffallend häufig in der zeitlichen Nähe zu bestimmten Jahrestagen passieren. Nun steht der 10. Jahrestag der Terroranschläge vom 11.09.2001 in New York unmittelbar bevor – und zack gelingt der Polizei ein entsprechender Schlag gegen vermeintliche Terroristen. Alles nur Zufall?

Noch interessanter ist jedoch die Tatsache, daß dieser spektakuläre Schlag ganz ohne die von der Union geforderten Vorratsdatenspeicherung, die jeden Bürger zum potentiellen und deshalb dauerhaft zu überwachenden Täter erklärt, gelungen ist. Das hat der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft, der auch heute wieder in Interviews nach der Vorratsdatenspeicherung schreit, zwar noch nicht begriffen, doch die Fakten liegen unmissverständlich auf dem Tisch. Ganz ohne permanente Überwachung aller Kommunikationsverbindungen der kompletten Bevölkerung sind die beiden Männer der Berliner Polizei ins Netz gegangen. Die Vorratsdatenspeicherung ist überflüssig.

Hier gehts zur Petition gegen diesen Überwachungswahn.

Quelle: n-tv

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