Schwarz-Gelb räumt auf

Allerdings erstmal bei den atomkritischen Inhalten im Internet.

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Norbert Röttgen ist neuer Bundesumweltminister. Wie, warum und aufgrund welcher Qualifikation er dieses Amt bekommen hat, bleibt bis heute im Dunkeln. Und seit dem Regierungswechsel hat man zwar viel vom ehemaligen Umweltminister gehört, beim neuen jedoch herrscht Funkstille. Vielleicht sucht er noch nach dem Mnisterium. Kleiner Tip: Das Bundesumweltministerium hat seinen Sitz am Alexanderplatz (und leider auch noch in Bonn), Herr Röttgen. Einfach mal einen Taxifahrer fragen.

Während also der Minister noch nach sich selbst sucht, räumt sein Ministerium derweil schon mal auf. Als allererstes bei atomkritischen Publikationen auf der Homepage des Ministeriums. So sucht man die unter Gabriel verfügbaren Broschüren „Atomkraft: ein teurer Irrweg – Die Mythen der Atomwirtschaft“ und „Einfach abschalten?“ vergeblich.

Auf Nachfrage erklärte das Bundesumweltministerium (BMU), daß das alles so üblich sei bei einem Ministerwechsel. Mit der Abkehr vom Atomausstieg habe das nichts zu tun. Vielmehr werden alle Publikationen, in denen der exMinister mit Foto oder Vorwort enthalten sei, grundsätzlich entfernt. Blöd nur, daß dies bei den  genannten Publikationen nicht zutrifft.

Mittlerweile wurden die Broschüren wieder online gestellt. Man hat auch im Umweltministerium einsehen müssen, daß es Jahre 2009 eine sehr aktive Öffentlichkeit gibt, vorallem im Internet. Ungeliebte Broschüren einfach und unentdeckt verschwinden lassen, ist da nicht mehr drin.
Willkommen im Web2.0, liebe CDU!

Quellen: taz

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