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Papst Benedikt XVI. kennt keine Nächstenliebe

Auch zu Weihnachten, dem Fest der Liebe, kann der Papst nicht alle Menschen gleich lieben.

Homo-Ehe und Geschlechtsumwandlung sind für ihn immer noch das Werk des Teufels.

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Kurz vor Weihnachten hat der Papst seine Gläubigen in einer Brandrede wissen lassen, daß es für ihn auch Menschen zweiter Klasse gibt. Eine Ehe gibt es in seiner beschränkten Vorstellung nur zwischen Mann und Frau. Gleichgeschlechtliche Beziehungen sind ihm zuwider.
Ebenso spricht er den Transsexuellen die Fähigkeit ab, selbst über ihr Leben zu entscheiden. In seiner eingeengten Welt bestimmt „Gott“, wer Mann und Frau ist. Wer das ändern will, ist kein Mensch mehr und wird vom Papst quasi für vogelfrei erklärt.

Vielleicht ist es zu viel verlangt, wenn man davon ausgeht, daß ein Papst die Bibel kennt. Benedikt hat da jedenfalls so seine Schwierigkeiten. Statt unsinniger Reden sollte er dringend mehr Zeit dem Bibelstudium widmen und sich eingehend mit diesem Zitat beschäftigen:

Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.

Vielleicht trifft auch ihn eines Tages die Erleuchtung.

In Italien hat der Papst mit dieser Brandrede für innere Unruhe gesorgt. Leider legen immer noch viele Italiener und auch die konservative Regierung Berlusconi viel Wert auf die geistigen Ergüsse des Papstes. Dadurch wird es jetzt zur gesellschaftlichen Ausgrenzung von Schwulen, Lesben und Transsexuellen kommen. Auch eine Form Unfrieden zu stiften. Aber die katholische Kirche war noch nie zimperlich, wenn es darum ging, eigene Vorstellungen durchzusetzen und dadurch eigene Macht zu erhalten.

Als deutscher Bürger, der Papst Ratzinger immer noch ist, übrigens ganz gegen die Sonntagsreden der CDU/CSU, die immer gegen die Doppelstaatsbürgerschaft war, sollte sich Ratzinger auch schon mal mit dem Grundgesetz vertraut gemacht haben. Da steht im Artikel 3:

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden…

Wer jetzt dazu aufruft, Transsexuelle nicht mehr als Menschen anzusehen, verstößt gegen elementare Grundrechte und macht sich damit in Deutschland strafbar. Falls mal wieder ein Papstbesuch in Deutschland geplant ist, sollte Ratzinger sich schon mal um juristischen Rat bemühen.

Bis dahin kann man als gläubiger Mensch zumindest ein Zeichen setzen und die Amtskirche verlassen*.

QUelle: Spon

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5 Kommentare

  1. Bevor den irgendwelche Erkenntnis trifft, trifft ihn der Schlag. Ach möge es doch bald sein. Das Gelalle von dem Vogel wird auch immer schlimmer.

  2. Wenn der Mann alle seine schwulen Priester entlässt, dann hat er nach Schätzungen rund 30% weniger Angestellte. Ich wurde im Alter von 10 Jahren von einem schwulen Priester sexuell belästigt und konnte noch rechtzeitig reiß aus nehmen. Die diesbezügliche weltweiten Skandale sind bekannt. Dies und viele andere Scheinheilgkeiten machten mir die Entscheidung leicht, diesem Verein den Rücken zu kehren.

  3. Dieser Artikel ist ja nicht zum aushalten! Eine Argumentation, die jeder Schlüssigkeit entbehrt. Hat eigentlich der Kandidat, der hier als Autor figuriert, eine Bibel zuhause? Ratzinger ist ein weltweit angesehener Tehologe – wer ihm vorwirft, er solle sich mehr mit dem Bibelstudium befassen, dem rate ich, sich mehr mit seinem arroganten Selbstbild auseinander zu setzen. Die geistige Armut des Kommentars des Herrn Hoff hat er durch seine geistreiche Einlassung selbst kund getan!

  4. @Michael Otto:
    „Hat eigentlich der Kandidat, der hier als Autor figuriert, eine Bibel zuhause?“
    1. Ist er kein Kandidat, sondern DER Autor. Einen anderen gibt es schlicht nicht.
    2. Nein hat er nicht. Aber ich muß auch kein Kommunist sein, um über sie urteilen zu können.
    und 3. Hat Ratzinger nicht mehr alle. Das hat er in den letzten Wochen mehr als bewiesen.

    Aber zum Glück hat sich Problem ja bald gelöst:
    http://www.informelles.de/2009/02/02/geht-der-vatikan-pleite/
    Wenn alles gut geht.

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