Olympia: China beschneidet Freiheiten immer weiter

Entgegen aller Versicherungen durch die kommunistische Führung werden die Freiheiten in China im Zuge der olympischen Spiele immer weiter beschnitten.

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Vor Journalisten scheint man ganz viel Angst zu haben, besonders wenn diese aus dem „bösen“ Ausland kommen. So ergriff man in letzter Zeit immer mehr  Maßnahmen zur Kontrolle dieser „Unruhestifter“:

  • Die strikte Zensur des Internets wurde erst nach internationalen Prostesten teilweise aufgehoben. Noch immer sind einige Seiten nicht zu erreichen.
  • Der Platz des himmlischen Friedens darf ab sofort von Journalisten nicht mehr unangemeldet betreten werden.
  • FAZ-Reportern wurde der Zugriff auf ihr Redaktionssystem verwehrt.
  • Bei ausländischen Journalisten werden täglich Pässe und Akkreditierungen überprüft; aus reiner Schikane und um Angst zu verbreiten.
  • Die Behörden verhindern, daß Zeitungen wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Sonntagszeitung und andere internationale Blätter in Peking tagesaktuell gelesen werden können, und das selbst im Deutschen Haus im olympischen Dorf. Begründung dafür: Die Zeitungen müßen erst zensiert gesichtet werden.

Das IOC wußte bei der Vergabe ganz genau, daß China mit diktatorischen Mitteln von der kommunistischen Regierung regiert wird. Daß der Führung die Pressefreiheit alles andere als in den Kram passen würde, war trotz der gegenteiligen Beteuerungen von Anfang an klar. Genau deshalb hätte man die Spiele niemals an China vergeben dürfen.

Wenn jetzt der IOC-Präsident Jacques Rogge auch noch von seinem Versprechen eines „freien und unzensierten“ Internet-Zugangs abgerückt, sieht man ganz genau, daß es dem IOC ziemlich egal ist, unter welchen Bedingungen die Journalisten -und zwar alle, nicht nur die ausländischen- arbeiten müssen.
Die Freiheit und die Einhaltung der Menschenrechte werden nur solange eingefordert, wie sie nicht mit den wirtschaftlichen Interessen kollidieren. Andernfalls ist man gern zu Kompromissen gegenüber China bereit.

Boykott der olympischen Spiele JETZT!

Quelle: FAZ, SZ