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Müll in den Weltmeeren

Die Suche nach MH370 offenbart globales Müllproblem.

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Die Boeing 777 mit dem Kennzeichen 9M-MRO von Malaysia Airlines bleibt unauffindbar. Auch knapp 6 Wochen nach dem Verschwinden der Maschine von den Radarbildschirmen der Flugüberwachung gibt es bisher noch kein Anzeichen über den Verbleib des Flugzeuges und der an Bord befindlichen Personen.

Für viele Menschen ist das unvorstellbar. Doch es gibt noch sehr viele weiße Flecken auf diesen Erdball, die nicht unter permanenter Überwachung stehen. In Zeiten der Totalüberwachung durch NSA oder Vorratsdatenspeicherung ein fast schon beruhigender Zustand. Für die Angehörigen der Passagiere von MH370 ist dies allerdings kaum zu begreifen und auszuhalten.
Doch selbst ein alltäglicher Flug von Brasilien nach Europa durchfliegt ein Stunden andauerndes „schwarzes Loch“ über dem Atlantik, in dem es keine Kommunikation mit der Maschine gibt. Der Absturz von Air France Flug 447 am 01. Juni 2009 war dafür ein erschütterndes Beispiel. Erst zwei Jahre später wurden große Teile des Wracks gefunden. Und dies auf der Luftverkehrs-Rennbahn zwischen Südamerika und Europa und dem geradezu „überschaubaren“ atlantischen Ozean.

Ein abgestürztes Flugzeug im viel weniger frequentierten indischen Ozean westlich von Australien zu finden, ist dagegen geradezu unmöglich. Deshalb verliefen die Suchaktionen der letzten Wochen, nachdem man sich endlich auf eine ungefähre Flugroute in entgegengesetzter Richtung zum eigentlichen Flugziel Peking einigen konnte, auch derart erfolglos.

Müllkippe Ozean

Einen Beweis konnten die Suchaktionen aber stichfest liefern. Der Ozean ist zu einer riesigen Müllkippe verkommen. Immer wieder meldeten die Suchflugzeuge und Satelliten große im Wasser treibende Objekte, von denen man annahm, es könnte sich um Teile der gesuchten Boeing 777 handeln. Es war aber nur Müll. Schlicht und erschreckend.

Acht Millionen Tonnen Müll landen jedes Jahr in dem Weltmeeren, so schätzt der WWF ein. Holz, Plastikteile, Plastikflaschen, Plastiktüten, Kanister, Container und alte Fischernetze bilden dabei regelrechte Inseln, die vom Wind und den Gezeiten zu immer größeren Müllansammlungen zusammen getrieben werden. Dabei wird das Plastik durch die Wellen zu kleinen und kleinsten Teilchen zerrieben. Die Zersetzung des Plastikmülls, der rund 75 Prozent des gesamten in den Ozeanen treiben Abfalls ausmacht, würde mehrere Jahrzehnte dauern.
Diesen Plastikmüll fressen Fische, Meeressäugetiere, Schildkröten und Vögel und verenden qualvoll. Der Müll gelangt so auch in die Nahrungskette und stellt dadurch eine direkte Gefahr für den Menschen dar.

Es wird dringend Zeit, daß die Weltgemeinschaft begreift, was für eine riesige Zeitbombe da in unseren Weltmeeren treibt und welche Gefahr von diesem Müll für uns alle ausgeht. Eine einigermaßen umfassende Beseitigung der riesigen Müllmengen ist schon heute kaum mehr technisch und zeitlich möglich. Wenn die millionenfache Einbringung von Abfall in die Meere aber so weiter läuft, dann sind die Ozeane auf absehbare Zeit unumkehrbar verloren.

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2 Kommentare

  1. Das Problem mit dem Müll in den Ozeanen ist ja schon länger bekannt. Aber ich hoffe das es jetzt mehr in den Fokus der Öffentlichkeit gerät und Maßnahmen gegen diese Umwelt Verschmutzung unternommen werden.
    Gruß Stephan

  2. Das ist doch einfach nur entsetzlich!

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