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EU erhöht Grenzwerte für Lebensmittel aus Japan

Per Eilverordnung erhöhte die EU die Grenzwerte für importierte Lebensmittel aus Japan.

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„Ist Sushi noch sicher“ fragte BILD am Anfang der Reaktorkatastrophe in Fukushima. So bescheuert diese Frage auch sein mag, jeder weiß, daß in Deutschland verkauftes Sushi nicht aus Japan importiert wird, so wichtig wird es nun sein, beim Einkauf darauf zu achten, andere Produkte, die wirklich aus Japan importiert wurden, nicht mehr zu erwerben. Produkte, die direkt aus Japan stammen könnten und in unseren Supermärkten auf Käufer warten, sind z.B. Fischöl, Gewürze, Soßen, Pilze, Nudeln oder Tee.

Zwar sind die Importquoten von Lebensmitteln aus Japan bei uns sehr gering und es wird nicht gleich der nationale Notstand ausbrechen, wenn diese Lieferungen ganz ausbleiben würden, trotzdem sah sich die EU nun genötigt, auf die Vorkommnisse in Japan zu reagieren. Und zwar in einer unglaublichen Weise: Die Grenzwerte für die zulässige radioaktive Belastung dieser Produkte wurden per Eilverordnung drastisch erhöht! Nun gelten bis zu 20-fach höhere Grenzwerte.

Waren bisher für Säuglingsnahrung Cäsium 134 und 137-Werte von max. 370 Becquerel/Kilogramm und für Milchprodukte von max. 600 Becquerel/Kilogramm erlaubt, so steigen die zulässigen Grenzwerte für Säuglingsnahrung nun auf 400 Becquerel/Kilogramm und für Milchprodukte auf 1.000 Becquerel/Kilogramm, für andere Lebensmittel gar auf 1.250 Becquerel/Kilogramm.
Fischöl und Gewürze dürfen jetzt eine radioaktive Belastung von 12.500 Becquerel/Kilogramm aufweisen. Das ist das 20-fache des bisherigen Grenzwertes!

Die EU bestätigt damit mal wieder die schlechtesten Befürchtungen gegen sich selbst. Die meisten europäischen Bürger sehen in der EU ja sowieso nur eine riesige Geldvernichtungsmaschine, die die Bürger und Firmen mit sinnlosen und teuren Vorschriften drangsaliert. Diese Leute dürften sich nun bestätigt sehen:

Statt ihrer Pflicht des Schutzes der Verbraucher nachzukommen, macht die EU genau das Gegenteil.
Statt belastete Nahrungsmittel an den Grenzen der europäischen Gemeinschaft rigoros abzuweisen, erhöht sie die zulässigen Grenzwerte. Die möglichen gesundheitlichen Gefahren, die dabei für die Menschen entstehen können, werden zugunsten der wirtschaftlichen Interessen ignoriert.
Statt die Bevölkerung aktiv und offensiv aufzuklären, werden heimlich, still und leise die Grenzwerte erhöht.

Solch eine EU braucht wirklich niemand.

Und auch Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) spielt das von ihr bekannte Spiel: Die Verbraucher mit hohlen Phrasen, wie „verstärkte Kontrollmaßnahmen“ und „spezielle Schutzstandards“ in Sicherheit wiegen und ruhig stellen, in der eigentlichen Problemlösung aber völlig untätig bleiben. Selbst den Hinweis auf die erhöhten Grenzwerte bleibt sie bisher schuldig.
Auch auf eine solche Verbraucherschutzministerin können wir jederzeit verzichten. Zum Schutz der Gesundheit.

Quelle: foodwatch

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