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Abwrackprämie gab es schon im 3. Reich

Die Abwrackprämie ist keine so neue Erfindung, als die sie gern verkauft wird. Schon im 3. Reich wurde damit experimentiert. Allerdings wenig erfolgreich. Die erwünschte Wirkung setzte nicht ein.

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Damals hieß das ganze „Verschrottungshilfe“ und war nach dem Wunsch von NS-Propagandaminister Goebbels, daß alle sich einen „wunderbaren deutschen Klassewagen“ zulegen sollten, entstanden.
Nun verbietet sich eigentlich jeglicher Vergleich mit dem 3. Reich, aber als Propaganda kann man die heutige Abwrackprämie durchaus bezeichnen.

Am 13. Dezember 1933 trat das „Gesetz über Steuerfreiheit für Ersatzbeschaffungen“ inkraft. Danach wurden alle neuen Kraftwagen von der Kfz-Steuer befreit, wenn gleichzeitig ein alter außer Betrieb gesetzt und verschrottet oder vernichtet wurde.
Das Gesetz konnte man schlicht als Rohrkrepierer bezeichnen. Eine sichtbare Wirkung beim Autoabsatz konnte nicht verzeichnet werden. Hätte eine Firma wie Opel nicht von sich aus die Preise gesenkt, dann wäre bei Opel schon damals das letzte Auto aus der Halle gerollt.

Insofern kann man sagen: Nichts dazugelernt.
Heute rennen die Leute zwar wie bekloppt in die Autohäuser, um das vermeintliche Steuergeschenk in Höhe von 2.500 EUR vom Staat zu kassieren, Profiteure davon sind aber wieder einmal nicht die deutschen Hersteller.
Steuergelder sinnlos verpulvert, heute wie damals. Falsche Autos am Markt vorbei entwickelt, heute wie damals. Geschichte wiederholt sich doch.

Gerettet hat sich das deutsche Reich damals übrigens durch das Anwerfen der Notenpresse. Ob uns das auch noch bevorsteht, wird die Zukunft zeigen müssen. Ein Weltkrieg zur Nachfrageerhöhung ist diesmal glückerweise nicht möglich.

Quelle: SZ

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Ein Kommentar

  1. Und das kombiniere mann dann mal mit Internetzensur und Vorratsdatenspeicherung. Ich sage nicht dass da was auf uns zukommt, aber wenn, für wie blind wird uns die Geschichte dann halten 🙂

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