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Online Casinos: Die Psychologie hinter dem Glücksspiel

Kaum eine Freizeitbeschäftigung übt eine solche Anziehungskraft aus wie das Glücksspiel. Ob ihr am Wochenende gemeinsam mit Freunden das örtliche Casino stürmt, um im feinen Zwirn bei ein paar Drinks den Roulette-Tisch unsicher zu machen oder regelmäßig am Automaten nach dem großen Geld greift: Gespielt wird, bis die Brieftasche qualmt – und das sowohl in positiver als auch negativer Hinsicht. Aber warum fühlen wir uns vom Glücksspiel so angezogen? Welche psychologischen Faktoren stecken hinter dem Verlangen, immer weiterspielen zu wollen?

Glücksspiel Psychologie | Foto: David Cassolato, pexels.com, Pexels License

Glücksspiel Psychologie | Foto: David Cassolato, pexels.com, Pexels License

Wie für die meisten menschlichen Behaviorismen gilt auch für das Glücksspiel: Wir haben es hier nicht mit einem simplen Phänomen zu tun, das ausschließlich anhand weniger Kriterien und Zusammenhänge erklärt werden kann. In zwei Millionen Jahren Menschheitsgeschichte gehört unser Gehirn noch immer zu einem der wenigen Dinge, die wir uns selbst nur spärlich erklären können. Dementsprechend differenziert muss an das Thema herangegangen werden. In den folgenden Zeilen sollen deshalb lediglich einige der Mechanismen angesprochen werden, die uns dazu treiben, stetig weiterzuspielen, selbst wenn dies gegen unsere inhärente menschliche Vernunft geht.

Im Grund verhält es sich mit dem Glücksspiel wie mit vielen anderen Extremsituationen, in die wir uns tagtäglich selbst bringen. Tiefenpsychologisch treten im Casino also keine anderen Prozesse auf als beispielsweise beim Skifahren, Bungie-Jumping oder in der Achterbahn. Die Stichworte lauten Belohnung und Konditionierung. Springen wir aus großer Höhe in die Tiefe, schüttert unser Gehirn massenweise Adrenalin aus, um drohende Gefahr und gleichzeitig ein Erfolgserlebnis zu signalisieren. In abgeschwächter Form findet dieser Prozess auch beim Glücksspiel statt, wenn wir beispielsweise eine Hand gewinnen oder uns beim Poker im finalen Showdown befinden.

Allerdings hängt die Stärke unserer körperlichen Reaktion immer davon ab, ob wir anfällig für diese Art der sogenannten Trigger, bzw. Schlüsselreize sind. Selbst beste Spielautomaten auf spielautomat24.com können uns nicht in ihren Bann ziehen, wenn wir mit dem Konzept Glücksspiel nicht vertraut sind oder zu wenige Berührungspunkte aufweisen. Casino-Anbieter sind dementsprechend sehr bemüht darum, Schlüsselreize so prägnant und eingängig zu platzieren, um selbst den knallharten Nichtspielern den Weg in die Spielhallen zu ebnen. Dabei spielen ganz besonders unsere Glückshormone eine entscheidende Rolle.

Spiel Würfel | Foto: fotografierende, pexels.com, Pexels License

Spiel Würfel | Foto: fotografierende, pexels.com, Pexels License

Gehören wir nämlich zu den glücklichen Gewinnern am Tisch, sondert unser Gehirn nicht nur Adrenalin ab, sondern auch den Botenstoff Dopamin in rauen Mengen ab, der wiederum Endorphine freisetzt, die letztlich für das einsetzende Glücksgefühl verantwortlich sind. Stoßen wir nun immer wieder auf Schlüsselreize, die unserem Denkapparat signalisieren, dass es Zeit ist, sich dieses Glücksgefühl zu sichern, dann geraten wir schnell in eine Belohnungs-Schleife, was in letzter Konsequenz dazu führen kann, dass die Trigger immer schneller erreicht werden, aber das Verlangen, Glückshormone auszuschütten, immer härter zu stillen wird. Die mögliche Folge: Exzessives Spielen, selbst bei hohen Gewinnen – Die erste Form der Sucht.

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