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Die Mechaniken des Forex Marktes

Währungskurse | Foto: PIX1861, pixabay.com, CC0 Creative Commons

Währungskurse | Foto: PIX1861, pixabay.com, CC0 Creative Commons

Devisen, auch oder sogar besser als Forex oder kurz FX bekannt, stellen den größten Finanzmarkt unseres Planeten dar. Vereinfacht: Hier geht es in erster Linie um den Tausch von Währungen, der von Einzelpersonen wie auch von Unternehmen durchgeführt wird – verbringt man seinen Urlaub etwa außerhalb der europäischen Währungsunion, so ist man sehr wohl schon ein Teil des Devisenhandels.

Worauf Währungen reagieren

Tagtäglich finden FX-Transaktionen statt, die einen Wert von mehreren Trillionen US-Dollar haben. Zudem gibt es, verglichen mit Rohstoffen oder Aktien, keinen zentralen Austausch. Das heißt, die Währungen werden von einem Netzwerk, das aus Banken, Brokern und Händlern besteht, gehandelt – das ist auch der Grund, warum der Handel von Montag 0 Uhr bis Freitag 23 Uhr möglich ist.

Die Währungswerte spiegeln immer das Vertrauensniveau in die jeweilige Volkswirtschaft der Region wider; natürlich gibt es unterschiedliche Faktoren, so etwa die Inflation, die Zinssätze, die Regierungspolitik, die Nachfrage nach Exporten und Importen oder auch die Beschäftigungszahlen, die ebenfalls einen Einfluss auf die Währung haben. Selbst politische Ereignisse haben mitunter eine Auswirkung auf die Währung des Landes. So stürzte der Wert der mexikanischen Landeswährung Peso ab, als bekannt wurde, dass Donald J. Trump zum 45. Präsidenten der USA gewählt wurde. Die Angst, Trump würde nun tatsächlich eine Mauer bauen, die natürlich negative Auswirkungen auf die mexikanische Wirtschaft hätte, sorgte für den Absturz.

Die Fundamentalanalyse

Wer sich für den Devisenhandel interessiert, der braucht im Vorfeld einen Anbieter, damit er einen Zugang zum Markt bekommt – das kann etwa oanda sein. Zudem muss man sich im Vorfeld bewusst sein, dass Analysen ein Teilprozess sind, die am Ende über Erfolg und Misserfolg entscheiden. Nur der, wer konsequent analysiert, darf sich über langfristige Gewinne freuen. Im Mittelpunkt stehen hier die technische und die fundamentale Analyse.

Aus dem Finanzaudit entwickelte sich die sogenannte Fundamentalanalyse. Diese Analyse spielt sich nicht auf der Betriebsebene ab, sondern auf der landesweiten – mitunter sogar auf der weltweiten – Ebene. Dabei geht es auch um die älteste Art, wie man einen Kurs prognostizieren kann. Betrachtet werden zahlreiche ökonomische Effekte wie relevante Ereignisse, erwartete Marktbewegungen oder auch Zukunftsprognosen. Zudem gehören zu den weiteren Faktoren die Staatsverschuldung, die Exportstärke, die Arbeitslosenrate, die Geldmenge, die Inflationsrate, anstehende Wahlen, in der Vergangenheit stattgefundene Kriege oder Naturkatastrophen oder auch die ökonomische Entwicklung des Staates.

Zu beachten ist, dass die Fundamentalanalyse ein durchaus nicht zu unterschätzendes Maß an Verständnis von der internationalen Wirtschaftslehre verlangt. Der größte Nachteil der Analyse? Die variablen Einflussfaktoren lassen die Ergebnisse der Analyse ungenau werden.

Die technische Analyse

Bei der technische Analyse handelt es sich um eine noch recht junge Art der Marktuntersuchung, die sich gerade einmal mit zwei Variablen befasst: Kurs und Zeit. Der Vorteil ist, dass beide Variablen eindeutig messbar, unmissverständlich, unbestreitbar und zudem auch im Markt vertreten sind. Genau deshalb funktioniert der Devisenhandel auch wesentlich besser, wenn man sich mit Kursdiagrammen befasst. Schlussendlich können nämlich die Daten, die anhand der Analyse der Wirtschaftsauskünfte ausgewertet werden, nicht immer zu 100 Prozent nachvollzogen werden; mitunter liefern sie auch keine nachvollziehbaren Ergebnissen.

Ob nun Linien im Diagramm gezogen werden, man technische Indikatoren einfügt, die verschiedenen Schlüsselpositionen identifiziert oder mitunter Candlestick-Formationen vergleicht – am Ende arbeitet man heraus, wie der Forex-Markt funktioniert, wobei die Ursachen der Angebots- oder Nachfragegrößen nicht berücksichtigt werden müssen. Des Weiteren kann die technische Analyse für lang- wie auch kurzfristige Trades eingesetzt werden – bei der fundamentalen Analyse ist es ratsam, wenn ein langfristiger Plan verfolgt wird.

Der Nachteil der technischen Analyse? Jene Informationen, also die messbaren Informationen, die die Grundlage der Analyse bilden, beeinflussen natürlich den Markt. Wer davon ausgeht, dass die erzielten Ergebnisse der Analyse tatsächlich eine Aussagekraft haben, muss in weiterer Folge aber akzeptieren, dass auch die vergangenen Kursinformationen einen Einfluss auf die zukünftigen Preise haben – das widerspricht durchaus der Fundamentalanalyse.

Trading Analyse | Foto: PIX1861, pixabay.com, CC0 Creative Commons

Trading Analyse | Foto: PIX1861, pixabay.com, CC0 Creative Commons

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