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Verlagshäuser im digitalen Wandel der Zeit

Die altmodische Zeitung, die uns am frühen Morgen schon vor der Haustür erwartet, hat einen nostalgischen Wert. Jedoch sie dient stets weniger zur tatsächliche Informationsbeschaffung der Leser. Die heutigen Nachrichtenleser holen sich ihre Produkte digital aus dem Internet, mit Audio- und Videodateien gemischt. Die Verlagshäuser müssen deshalb umdenken und ihre Produkte digitalisieren, um im Rennen mit der Moderne nicht abgehängt zu werden. Eine Herausforderung, der mit Kreativität und Geschäftssinn begegnet werden muss. Die Digitalisierung kann nicht, so wie es Romantiker hoffen, aufgehalten werden. Mit ihr zu Arbeiten und ihre Effekte zu nutzen ist das Gebot der Stunde.

Im Überlebenskampf neue mediale Inhalte erschaffen

Die Qualität der Artikel soll den Leser begeistern. Das Time Magazin macht es vor, wie es gehen kann. Die Qualität der Artikel ist hervorragend. Das hängt aber nicht davon ab, ob der Artikel in der Druckausgabe oder aber digital zu lesen ist. Diese Unterscheidung ist also nicht zulässig. Die Frage stellt sich, wie der Leser das Produkt am liebsten konsumieren möchte. Dabei haben beide Varianten ihre Vor- und Nachteile. Es liegt am Kunden, welche Elemente für ihn die größte Rolle spielen.

Natürlich ist der Mix aus einem geschriebenen Artikel mit Infografiken, Diagrammen, Video- und Audiodateien und anderen multimedialen Einfällen kaum zu übertreffen. Der Artikel wird zu einem fulminanten Erlebnis und spricht besonders die an digitale Produkte Altersgruppe der bis 49-Jährigen an. Eine Zeitung in der Hand zu halten, zu falten und einen Artikel intensiv zu lesen, hat ganz andere atmosphärische Dimensionen. Beides hat seinen Reiz. Am Ende aber zählt für die Verlagshäuser der finanzielle Ertrag.

Zeitungen in der Auslage | Foto: MichaelGaida, pixabay.com, CC0 Creative Commons

Zeitungen in der Auslage | Foto: MichaelGaida, pixabay.com, CC0 Creative Commons

Die Methoden der Gewinnung von zahlenden Lesern

Wenn die Qualität stimmt, ist der Leser durchaus bereit etwas zu investieren. Das beweist er seit Jahrzehnten. Für Zeitungen ist ein Obolus zu entrichten und dann erhält der Leser das volle Leseerlebnis. Bei digitalen Produkten läuft es anders. Die Leser wollen gewonnen werden. Sie müssen mit Gratisartikeln gelockt werden und dazu verführt werden, Inhalte durch eine Zahlung freizuschalten. Dazu dienen ganze Artikel als qualitativer Anreiz, kurze Teaser als direktes Lockmittel.

Den Verlagshäusern wurde schnell klar, dass Wege gefunden werden müssen, auch Online die erforderlichen Gelder einzustreichen. Das Überleben der Verlagshäuser hängt massiv davon ab. Also mussten Mitgliedschaften angelegt werden, die einen regelmäßigen Betrag fließen lassen. Versteckte Inhalte können nur gegen eine Zahlung eingesehen werden. Hier stecken letztendlich noch viel bessere Verdienstmöglichkeiten, als es der Preis einer Printausgabe ausmachen kann.

Die Lesergewinnung erfolgt auch über die sozialen Medien

Dabei müssen die Verlagshäuser alle Medien bedienen. Über Facebook, Twitter, Instagram und Pinterest werden Leser begeistert und für die Inhalte sensibilisiert. Nur wer das Social Media Marketing ernsthaft betreibt, wie die „Deutsche Wirtschaftsnachrichten“ es vormacht, erhält einen beständigen Zustrom an Lesern.

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