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Welcher Politiker verbreitet die meisten Unwahrheiten?

Frauke Petry (AfD) erzählt den meisten Quatsch in Talk-Shows.

In Talk-Shows wird viel erzählt, wie der Name des Fernsehformats ja erwarten läßt. Meist werden dabei aber auch eine Menge Quatsch und Unwahrheiten zum Besten gegeben, wie jetzt eine Studie beweist.

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Faktenzoom

Zahlen und Fakten sind das Handwerkzeug eines Politikers, wenn er eine der unendlich zahlreichen Talkshows im deutschen, meist öffentlich-rechtlichen Fernsehen besucht und für seine Politik werben will. Daß mit solchen nicht nur sinnlos GEZ-Gebühren und wertvolle Lebenszeit verpulvert werden, sondern auch jede Menge Unwahrheiten verbreitet werden, haben jetzt Volontäre der Kölner Journalistenschule nachgewiesen.

Ihnen ging es mächtig gegen den Strich, das die allermeisten Aussagen von Politikern in solchen Talkshows ungeprüft im Raum stehen blieben. Niemand prüfte die Aussagen auf ihren Wahrheitsgehalt während oder nach einer Sendung. Das mußte dringend geändert werden.

Deshalb haben die Volontäre in ihrem „Faktenzoom“ nun die Aussagen der Politiker näher unter die Lupe genommen, die zwischen Dezember 2015 und März 2016 am häufigsten im Fernsehen ihre Weisheiten absonderten.

Frauke Petry negativer Spitzenreiter

Das Ergebnis ist wenig schmeichelhaft für die talkenden Politiker. Jede siebte Behauptung, die in Talkshows geäußert wurde, stimmte nicht mit den Fakten überein.

Besonders eine Politikerin stach dabei heraus: Frauke Petry von der AfD. 28,9 Prozent, also knapp ein Drittel ihrer Weisheiten entpuppten sich bei der Überprüfung als Unwahrheit.
Auf Platz 2, wenig überraschend ein Politiker der CSU. Markus Söder, bayerischer Finanzminister, darf man nur knapp 80 Prozent glauben, von dem was er erzählt. In 21,9 Prozent erzählt Söder Mumpitz.

Armin Laschet erzählte am wenigsten Quatsch

Wo viel Schatten ist, ist auch ein wenig Licht. Und das in Form von Armin Laschet. Dieser Politiker der CDU lag nur in 6,5 Prozent seiner Aussagen daneben, gefolgt von Thomas Oppermann (SPD) mit 9,1 Prozent. Christian Lindner (FDP) landet auf dem 3. Platz, doch auch ihm kann man schon 12,5 Prozent aller Behauptungen nicht abkaufen.

Fazit

Als Fazit aus dieser Studie kann man nur zu dem Ergebnis kommen, daß man sich die zahlreichen Talkshows getrost schenken kann. In solchen Sendungen wird den Politikern aller Couleur ausreichend Platz gegeben, ihre Weisheiten und Ansichten zu verbreiten. Und der Fernsehzuschauer darf dafür auch noch mit seinen GEZ-Gebühren bezahlen. Um es mit Peter Lustig zu sagen: „… also abschalten!“

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