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Welchen Einfluss hätte Donald Trump auf die Außenpolitik der USA?

Präsidentschafts-Wahlkampf in den USA.

Der Wahlkampf um die Präsidentschaft ist in vollem Gange und jeder der Kandidaten wirbt mit seinen politischen Inhalten um Wählerstimmen. Ende 2016 sind alle wahlberechtigten Amerikanerinnen und Amerikaner zur Stimmabgabe aufgerufen und können dann mittels eines Systems von Wahlmännern ihren favorisierten Kandidaten unterstützen. Unter diesen Kandidaten findet sich auch der bei den Republikanern vorne liegende Milliardär und Immobilienmogul Donald Trump, der nun die Diskussion über die zukünftige Außenpolitik der USA anfeuert.

Donald Trump, der mögliche Kandidat der Republikaner

Vor kurzer Zeit erst sprach Trump davon, dass er – im Falle seiner Wahl zum Präsidenten – alle Muslime in den Vereinigten Staaten in einer eigens dafür angelegten Datenbank erfassen wolle. Als Präsident würde er ein solches Gesetz und die Einrichtung einer Datenbank „absolut“ implementieren, erklärte er während einer Fernsehsendung des Senders NBC. Provokanten Fragen der Journalisten, die diese Prozedur mit einer Registrierung der Juden in Deutschland zur Zeit des Dritten Reiches verglichen, wich Trump in gewohnter Manier aus und sprach lediglich davon, dass die Erfassung der Daten eine machbare Aufgabe darstelle, wenn sie in den USA ordentlich organisiert werden würde.
Die politischen Ziele und Thematiken, die der Populist Trump im Rahmen seines Wahlkampes angesprochen hat, testen die Grenzen zwischen Politik und Rassismus, Sexismus und Provokation. Da Trump jedoch einen ernsthaften Wahlkampf mit konkreten Ansprüchen auf das Amt des Präsidenten führt, stellt sich die Frage im Falle eines Sieges nach den Auswirkungen, die dieser auf die amerikanische Außenpolitik hätte.

Welche Außenpolitik würde Trump machen?

Es ist schwer zu sagen, wie die amerikanische Außenpolitik unter Donald Trump aussähe. Während des Wahlkampfes konzentrierte der 69-Jährige sich auf die Fragen der Innen- und Wirtschaftspolitik, was in Amerika durchaus üblich ist. Zudem ist auffällig, dass er keinen außenpolitischen Berater an seiner Seite hat, an dem die grobe Richtung erkennbar wäre. Ablesen lässt sich Trumps außenpolitische Orientierung nur an Teilen seiner Wahlkampfreden. So sprach er davon, dass er – im Gegensatz zum amtierenden Präsidenten Obama, der nach zwei Amtszeiten den Stuhl im weißen Haus frei gibt – ein gutes Verhältnis zu Putin und somit zu Russland aufbauen werde. Ebenfalls sprach Trump vom Militär, das so „stark und mächtig“ aufgebaut werden solle, sodass Feinde abgeschreckt würden.

Konkurrenten holen auf

Somit zählt Trump nicht ohne Grund zu den aussichtsreichsten Kandidaten der Republikaner. Der fünffache Vater sorgte zu Beginn des Wahlkampfes mit provokanten Parolen und brisanten Forderungen für Aufmerksamkeit und polarisierte wie kein anderer Kandidat der Republikaner. Monatelang konnte sich Trump als Spitzenkandidat behaupten und ließ die Konkurrenz hinter sich.
Doch nach den neusten Umfragewerten scheint sich dieses Blatt gewendet zu haben. Zwar liegen die Mitstreiter Jeb Bush, Marco Rubio und Carly Fiorina immer noch weit abgeschlagen auf den hinteren Plätzen, allerdings rückt ein Politiker immer mehr in den Fokus des republikanischen Wahlkampfes: Ben Carson liegt mittlerweile vorn und kann momentan auf die Unterstützung von 26 Prozent der Befragten zählen, während Trump mit 22 Prozent auf den zweiten Platz zurückfällt. Ähnlich sehen es in der Zwischenzeit auch die Buchmacher, die ein sehr ausgeglichenes Rennen um den Kandidaten für das Weiße Haus erwarten.

Donald Trump zählt zu einer der schillerndsten Figuren des amerikanischen Präsidentenwahlkampfs, die in den Umfragen stark startete, im Laufe der Zeit nun Prozentpunkte einbüßen musste, aber dennoch so präsent in den Medien vertreten ist, wie kein anderer. Mit ihm ist also trotz, oder wegen, der ständigen Auf und Abs, in diesem Wahlkampf weiterhin zu rechnen.

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