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Feinstaubbelastung nimmt weiter zu

Deutsche Großstädte leiden weiter unter Feinstaub.

Das Umweltbundesamt stellte bei seinen Messungen fest, daß die Belastung mit Feinstaub in der Luft in den deutschen Großstädten weiter sehr hoch ist. In manchen Städten liegt die Konzentration bereits jetzt über den zulässigen Grenzwerten und weitere Städte werden im Laufe des Jahres absehbar folgen.

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Weit vorn in der Liste der schmutzigen Städte liegt Berlin. In der Hauptstadt wurde der erlaubte Tagesmittelwert von 50 Mikrogramm je Kubikmeter Luft in diesem Jahr bereits 33 Mal überschritten. 35 Grenzwertüberschreitungen pro Jahr sind laut EU-Verordnung zulässig. Stuttgart hat auch diese Hürde bereits gerissen. Bis Mitte März wurde der Grenzwert am verkehrsreichen Neckartor bereits an 36 Tagen überschritten. Und das Jahr 2014 ist noch verhältnismäßig jung.

Der Feinstaub besteht aus in der Luft befindlichen gesundheitsschädlichen Teilchen, die allesamt menschengemacht sind. Industrie, Landwirtschaft, Motoren und Ofenheizungen schleudern diese Partikelchen zuhauf in die Luft. In Produktionsbetrieben werden zur Beseitigung solcher Luftbelastungen wird beispielsweise eine zentrale Absauganlage von Debus oder andere Luftfilteranlagen installiert, um reine Luft, Sicherheit und Sauberkeit zu garantieren, in den Innenstädten darf die Luft weiter verpestet werden. Dabei ist der Feinstaub alles andere als ungefährlich. Beim Einatmen gelangen die Partikelchen in die Lunge, je kleiner, desto tiefer, und können zu Atemwegsbeschwerden, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder gar Lungenkrebs führen. Laut WHO sterben weltweit jedes Jahr rund 7 Millionen Menschen infolge der Luftverschmutzung.

Dabei sollte das Problem Feinstaub in Deutschlands Innenstädten eigentlich längst erledigt sein. Eigens dafür wurden die sogenannte Umweltzonen eingeführt. PKW dürfen nur noch mit der Grünen Plakette in die City fahren. Hauptsächlich älteren und dieselgetriebene PKW bleibt damit der Zugang zur Innenstadt verwehrt.
Doch außer dem bürokratischen Aufwand und den Gebühren für die Autofahren haben die Umweltzonen wenig gebracht. Zwar wäre ohne die Grüne Plakette alles noch viel schlimmer, doch eine signifikante Verbesserung der Luftqualität haben die Umweltzonen nicht gebracht. Der Grund dafür sind die zahlreichen Ausnahmeregelungen. Rußfilter für LKW, Busse oder Baumaschinen sind nicht Pflicht, trotzdem dürfen diese nahezu ungehindert in die City. Auch die schlagartige Zunahme von Kaminen und Ofenheizungen in den letzten Jahren trägt zur Feinstaubbelastung bei. Industrieanlagen und Kraftwerke, auch im angrenzenden Ausland tun ihr Übriges, tun ihr Übriges, um die Grenzwerte derart oft in die Höhe zu treiben, daß die Grenzwerte für dieses Jahr bereits weitgehend ausgeschöpft sind.

Ohne die Abschaffung der Ausnahmen für Kraftfahrzeuge und ohne die Eindämmung der Luftverpestung durch private Feuerungsstätten und die Industrie wird man das Problem der Feinstaubbelastung nicht in den Griff bekommen.

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