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Wer einmal lügt…

Neue Enthüllungen im Spionageskandal bringen Innenminister Friedrich weiter unter Druck.

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„Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, auch wenn er mal die Wahrheit spricht“ und „Lügen haben kurze Beine“ – zwei uralte Sprichwörter, die nicht an Brisanz verloren haben. Das beweisen die neuen Enthüllungen im Spionageskandal rund um die NSA und die Spionageprogramme PRISM und XKeyscore.

Der in Brasilien lebende Ex-Geheimdienstkollege von Edward Snowden Journalist und Rechtsanwalt, Glenn Greenwald enthüllte jetzt die wahre Macht von XKeyscore. Demnach ist das Programm nicht nur für die gezielte Suche nach bestimmten Schlüsselbegriffen im Datenverkehr des Internets geeignet, sondern besitzt praktisch unbegrenzte  Möglichkeiten. So soll es mit XKeyscore möglich sein, in den enormen Datenbanken nach Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Schlagworten zu suchen und diese zu finden. Das ist eher Standard aber längst noch nicht alles. XKeyscore ermöglicht die praktische Echtzeitüberwachung der Internetaktivitäten eines jeden Users, man muß dafür nur seine E-Mail-Adresse kennen. Man kann quasi direkt zusehen, was der einzelne User so im Internet treibt, welche Seiten er aufruft, mit wem er sich schreibt oder chattet und was der Inhalt ist. Das betrifft Firmen ebenso wie Privatpersonen oder Regierungsmitglieder. XKeyscore beleuchtet alles und jeden, Totalüberwachung in Echtzeit.

Bundesinnenminister Friedrich hatte nach der Rückkehr von seiner peinlichen USA-Reise immer behauptet, daß so etwas nicht möglich wäre. Die NSA würde nur nach einzelnen Schlüsselwörtern im Netz suchen. Eine gezielte Personenüberwachung wäre nicht möglich. Das hätten ihm seine amerikanischen Freunde versprochen.

Entweder ist Friedrich wirklich so dumm und läßt sich von den Amis am Nasenring durch die Manege führen oder er lügt wissentlich und mit voller Absicht. Beides wäre ein unhaltbarer Zustand für unser Land und die Reste der Demokratie.
Auch bei Verfassungschef Maaßen stellt sich die Frage nach Dummheit oder Boshaftigkeit gepaart mit Hang zur Unwahrheit, hatte doch Maaßen die USA noch gelobt für ihre tolle Überwachung zum Schutz vor dem bösen Terrorismus und die Angelegenheit damit für sich für beendet erklärt.

Glauben kann man den beiden natürlich schon lange nicht mehr. Und die Wahrheit wird ans Tageslicht kommen. Dafür werden Snowden und das Internet schon sorgen, da können Friedrich und Co. ganz sicher sein. Die Zeiten haben sich gewandelt, auch wenn das für diese Leute noch NEULAND ist. Früher hätte man solch einen Skandal vielleicht noch totschweigen und irgendwann unter den Teppich kehren können – und wer weiß, wie oft man das auch getan hat – heutzutage geht das nicht mehr. Und das ist gut so.

Quelle: n24

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3 Kommentare

  1. Korrektur: Glenn Greenwald ist kein „Ex-Geheimdienstkollege“ von Snowden, sondern Rechtsanwalt, Journalist und Schriftsteller und arbeitet jetzt für den britischen Guardian. s.a.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Glenn_Greenwald

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