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Schleswig-Holstein liberalisiert Glücksspiel

Online-Casinos und Sportwetten bald wieder erlaubt.

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Schleswig-Holstein gegen den Rest der Bundesrepublik. Während alle anderen Bundesländer weiterhin auf ihr Glücksspielmonopol pochen, lockert der Norden die Zügel.
Mit ihrer Ein-Stimmen-Mehrheit hat die schwarz-gelbe Koalition im Kieler Landtag ein neues Gesetz zur Liberalisierung des Glücksspiels verabschiedet. Ab dem kommenden Jahr sind die Beschränkungen im Vertrieb und in der Werbung für Glücksspiele aufgehoben.

Das dürfte das nördlichste Bundesland zum „deutschen Las Vegas“ machen, zumindest für private Sportwetten und Online-Casinos. Nur beim Lotto behält sich das Land das Veranstaltungsmonopol für sich, der Vertrieb und die Werbung dafür werden aber ebenfalls freigegeben. Zukünftig dürfen private Firmen Lizenzen für Sportwetten erwerben und Online-Casinos betreiben. Das dürfte für einen kleinen Ansiedlungs-Boom solcher Firmen sorgen, bleibt das restliche Deutschland doch bei seiner rigorosen Gangart im Glücksspielsektor.
In den letzten Jahren wurden durch die Beschränkungen einige große Firmen, die Sportwetten oder einfaches Lotto online anbieten, ins Ausland vertrieben. Dort betreiben sie weiterhin ihre deutschen Internetseiten und machen auch mit deutschen Kunden ihre Geschäfte. Legal war das nach der Verschärfung der Glücksspielgesetze nicht mehr, doch kontrollieren konnte das keiner. Ab dem nächsten Jahr könnten diese Firmen ihr Wett-Geschäft wieder ganz legal von Deutschland aus betreiben.

Ob sie das wirklich tun werden, bleibt aber abzuwarten, denn bisher hat nur Schleswig-Holstein seine Beschränkungen gelockert. Ob diese neue Freiheit lange Bestand haben wird, muß sich aber erst noch zeigen. Die anderen Bundesländer haben erwartungsgemäß empört auf die neuen Gesetze im Norden reagiert und sicherlich werden sie nun alles versuchen, um diese Lockerungen wieder rückgängig zu machen. Schließlich geht es um viel Geld beim Glücksspiel. Und das will sich der Staat nicht so einfach wegnehmen lassen.

Quelle: SZ

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