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Atomkonzerne drohen mit AKW-Abschaltung

Die Atomindustrie droht damit, Atomkraftwerke abzuschalten, wenn die geplante Brennelementesteuer kommen sollte.

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Da kann man nur sagen:

Bitte liebe AKW-Betreiber macht eure Drohung wahr.
Schaltet eure lebensgefährlichen Schrott-Reaktoren endlich ab!

Besser heute als morgen.

Also liebe Frau Merkel und schwarz-gelbe Koalition, bleiben Sie einmal bei Ihrem Wort und setzen sie die Brennelementesteuer durch! Dann haben die Atomkraftwerke vielleicht ein schnelleres Ende als wir alle zu hoffen wagten.

Worum geht es? Die Atomlobby droht mal wieder und will die Politik erpressen. So weit nichts neues. Doch diesmal droht sie mit einer Sache, zu der die große Mehrheit der Bevölkerung sofort Beifall klatschen würde. Sie droht damit, Atomkraftwerke abzuschalten.

Grund für diesen neuerlichen Erpressungsversuch der AKW-Betreiber ist die geplante Brennelementesteuer. 2,3 Mrd. EUR sollen mit dieser neuen Steuer pro Jahr in den Staatshaushalt gespült werden. Dafür darf die Kernenergieindustrie den zu Zeiten von Rot-Grün ausgehandelten Vertrag zum Atomausstieg brechen und ihre AKWs länger laufen lassen. Und so jeden Tag einen Reingewinn von 1 Mio. EUR pro AKW machen.
Von diesem Gewinn will die Bundesregierung ein kleines Stückchen abhaben und hat deshalb die Brennelementesteuer erfunden. Mit ihr soll der Haushalt saniert und die erneuerbaren Energien gefördert werden.

Die Atom-Lobby behauptet nun, durch die Brennelementesteuer würden sich die Atomkratwerke nicht mehr rechnen. Interessante These, ist es doch so, daß der größte Teil der Kosten der Energiegewinnung doch sowieso schon vom Steuerzahler getragen wird und auch in Zukunft noch getragen werden muß. Da sei nur an die 1.000.000 Jahre erinnert, die der heute produzierte Atommüll noch sicher und vorallem teuer gelagert werden muß.

Bündnis90/Die Grünen haben bereits einen heißen Herbst angekündigt. Es soll unter allen Umständen verhindert werden, daß die Kernkraftwerke überhaupt länger laufen dürfen. Sollte Merkel versuchen, die Laufzeitverlängerung am Bundesrat vorbei durchzusetzen, dann geht die Angelegenheit vor das Bundesverfassungsgericht.

Quelle: SpOn

achtung Nachtrag: Das Argument „Das Licht geht aus, wenn die AKW abgeschaltet werden“ wurde von Greenpeace widerlegt. AKW-Abschalten führt nicht zu einer Stromlücke!

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3 Kommentare

  1. Das Problem bei ist, wenn die das wirklich machen, bei dir das Licht ausgehgt

  2. Das ist absoluter Blödsinn, zu dem sowieso nicht alle AKW abgeschaltet werden würden (die Hoffnung stirbt zuletzt). Du kannst davon ausgehen das die neueren Reaktoren (Neckarwestheim, Isar) sowieso noch eine Weile laufen werden und die Drohung sich sowieso so auf die Schrottreifen Reaktoren (Biblis usw.) beziehen werden. Da die Wartungen dort auch zunehmend teurer werden.

  3. @Lebenssonde: Deutschland exportiert heute massenhaft Strom ins Ausland, obwohl eine Menge Kernkraftwerke gar nicht oder nur mit verminderter Leistung laufen.
    Abschalten der AKW ist auch heute schon möglich. Alles andere sind Märchen der Atom-Lobby.

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