IT-Bundesbeauftragte ernannt.

Von Computern hat Sie jedoch nur wenig Ahnung.

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Bundesinnenminister de Maizière hat gestern Cornelia Rogall-Grothe zur IT-Bundesbeauftragten ernannt.
Sie darf sich aber auch „Bundes-CIO“ nennen. CIO steht dabei für
„Chief Information Officer“, dem Chef der IT-Abteilung. Ein gehöriges Maß sollte man da schon Ahnung haben von Computern, Software und Informationstechnologie im Allgemeinen, wenn man diesen Job machen will.
Nicht so im Bundesinnenministerium. Frau
Rogall-Grothe hatte bislang eher weniger mit Computern zu tun. Sie ist Juristin. Den bislang einzigen Kontakt mit der IT-Technik hatte sie im Innenministerium als Abteilungsleiterin für Verfassungsrecht, Verwaltungsrecht und Völker- und Europarecht. Im Jahre 2006 mußte sie sich dann im Zusammenhang mit Wahlcomputern und deren Auswirkungen auf den Datenschutz mit den „Rechenkisten“ auseinandersetzen.
Eine eher dürftige Qualifikation für ihren neuen Job.

Den Innenminister de Maiziere scheint das nicht zu stören. Der Bundes-CIO hat ja mehr Koordinierungsaufgaben, denn wie es sich für ein echtes Ministerium gehört, gibt es zu jeder Frage ein wahrhaftes Kompetenz- und Zuständigkeitsgerangel, und ressortübergreifende Kompetenzen hat Frau Rogall-Grothe nicht.

Dieser Vorgang zeigt wieder die totale Inkompetenz der Bundesregierung und ganz speziell des Bundesinnenmisteriums auf dem Gebiet der Computer und der Informationstechnologie. Das Traurige und Gefährliche daran ist jedoch, daß diese DAUs über uns alle bestimmen und völlig abwegige und bürgerrechtsverletzende Gesetze erlassen. Zensursula und ihre Internetsperren sollten uns allen noch in schlechter Erinnerung sein.
Man darf gespannt sein, was Frau
Rogall-Grothe so alles einfallen wird.

Quelle: taz