Geplanter Anschlag auf Atomkraftwerk in Schweden

Bombenalarm im Atomkraftwerk (AKW) Oskarshamn.

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Das AKW Oskarshamn liegt an der schwedischen Ostseeküste, 250 km südlich von Stockholm.
Heute früh wurde dort ein Handwerker mit hochexplusivem Material erwischt. Teile des AKW wurden abgeriegelt.

Werkschützer hatten „eine kleine Menge eines hochexplosiven Stoffes“ bei dem Handwerker gefunden. Auf einer Tüte, die der Schweißer bei sich trug, wurden Spuren des Sprengstoffs Acetonperoxid (TATP) gefunden. Wie die Spuren dahin gelangten, kann sich der Schweißer nach seinen Aussagen nicht erklären.
Der Handwerker wird zur Zeit weiterhin vernommen.

Teile des AKW sind abgeriegelt. Die Produktion der drei Siedewasserreaktoren, die von der deutschen E.ON betrieben werden und rund 10 Prozent des schwedischen Stroms liefern, sei aber nicht gefährdet.

Quelle: SPIEGEL

Das einzig sichere an der Atomkraft ist die Unsicherheit!
Entweder die Reaktoren gehen wegen Betriebsmängeln oder Bedienungsfehlern selbst in die Luft, wie es in Schweden im Juli 2006 bei einem baugleichen Reaktortyp wie in Oskarshamn fast passiert wäre, oder irgendwelche durchgeknallten Terroristen, versuchen sie in die Luft zu jagen. Auf jeden Fall ist das Risiko nicht kalkulierbar. Deshalb: Sofort abschalten!

achtung.gif Nachtrag (22.05.08): Jetzt stellt sich heraus, daß das gesamte AKW doch abgeschaltet wurde. Außerdem wurde offenbar bei zwei Handwerkern explosives Material entdeckt. Hausdurchsuchungen bei den Verdächtigen erhärteten die Vorwürfe. Die zwei Handwerker konnte sich tagelang unbehelligt auf dem Werksgelände bewegen. Nun wird das gesamte Gelände durchsucht, bisher ohne Ergebnis.
Quelle: SPIEGEL