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Menschen für Flüchtlinge #bloggerfuerfluechtlinge

Wenn der Staat versagt, kommt es auf persönliche Hilfe an.

Gestern haben wir über die rechtsradikalen Ausschreitungen gegen Flüchtlinge und Flüchtlingsunterkünfte in Sachsen berichtet. Der Staat hat an vielen Stellen versagt, das wurde dabei klar. Er bekommt bisher weder die an Selbstvertrauen gewonnenen Nazis befriedigend in den Griff und verweist sie mit rechtsstaatlichen Mitteln in ihre Schranken, noch ist er Herr der Lage bei der notwendigen Versorgung der Flüchtlinge.

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Vielfach sind Landkreise und Gemeinden völlig überfordert, wenn sie dafür sorgen sollen, daß die Flüchtlinge, die es bis nach Deutschland geschafft haben, menschenwürdig untergebracht werden. Es fehlt an Geld, an Personal, an geeigneten Unterkünften und ausreichend Ausrüstung. Und das liegt vielfach auch daran, daß die Gemeinden nur noch sehr kurzfristig erfahren, daß sie Menschen aufnehmen sollen. Oftmals sind nicht einmal genaue Personenzahlen bekannt, geschweige denn Fakten zu darunter befindlichen Männern, Frauen oder Kindern. Auch die ethnische Herkunft der Flüchtlinge wird nicht mehr besonders beachtet. Es regiert vielfach das Chaos.

Blogger für Flüchtlinge

Wenn der Staat nicht in der Lage ist, überall für eine ausreichende und menschenwürdige Unterbringung der Flüchtlinge zu sorgen, müssen die Menschen vor Ort selbst aktiv werden. Christliche Nächstenliebe und Menschlichkeit sind jetzt gefragt. Wer immer etwas abzugeben hat oder helfen kann und will, der sollte jetzt aktiv werden.

Blogger für Flüchtlinge

Auch Blogger unterstützen diesen Aufruf und berichten, bloggen und vloggen unter dem Hashtag #bloggerfuerfluechtlinge zum dem Thema und versuchen so die Menschen aufzurütteln. Jeder, der ein Blog betreibt, sollte sich dieser Aktion anschließen. Es darf nicht sein, daß die Rechtsradikalen die sozialen Netze, hier vor allem Facebook, als Plattform für ihre braune Hetze nutzen und sie und ihre Anhänger und Sympathisanten dabei in der Mehrzahl sind. Fluten wir das Netz mit Menschlichkeit.

Es gibt viel zu tun!

So kann konkrete Hilfe aussehen: Geht in die nächste Flüchtlingsunterkunft bei euch um die Ecke und fragt nach, was dort aktuell dringend von den Menschen gebraucht wird. Und versucht dies möglichst kostenlos zu besorgen. Durchsucht eure Wohnungen nach Sachen, die gern abgeben könnt, und sprecht Freunde, Verwandte, Nachbarn, Kollegen oder auch Geschäftspartner an. Wenn alle anpacken und sich beteiligen, kommt in kurzer Zeit garantiert einiges zusammen, so daß man selbst erstaunt sein wird, wieviel man mit so wenig Aufwand bewegen kann.

Diese Sachen werden u.a. benötigt: Klamotten, Spielzeug, Einrichtungsgegenstände, freies WLAN, Prepaid Handys, Fahrräder, Bücher, Einrichtungsgegenstände…

Wer keine Sachen zum Weggeben hat, der kann auch gern Geld spenden: Diese Spendenaktion wurde unter dem Motto „Blogger für Flüchtlinge – Menschen für Menschen“ gestartet, um 50.000 Euro einzusammeln. Knapp die Hälfte der Summe ist bereits zusammen gekommen, und den Rest schaffen wir auch noch gemeinsam.

Für die Flüchtlinge, für die Menschlichkeit in unserem Land.

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