Artikel der Kategorie ‘Wirtschaft’:

Aus Brüderles Aufschwung-Blase entweicht die heiße Luft

August 16, 2011 Von: Beobachter Kategorie: Wirtschaft 2 Kommentare →

Der prognostizierte Aufschwung bleibt aus.

Was hatte sich der ExWirtschaftsminister Brüderle (FDP) doch gefreut und selbst auf die nichtvorhandene Brust geklopft: Die deutsche Wirtschaft im Aufwind. Im Frühjahr 2011 sagte Brüderle einen sich stetig fortsetzenden Aufschwung voraus. Die Wirtschaft werden in 2011, von ihm zum “Aufschwungjahr” erklärt, kräftig wachsen und auch 2012 werde es immer weiter nach oben gehen. Die Krise sei beendet und die Arbeitslosen werde man demnächst mit der Lupe suchen müssen. Selbst die Auswirkungen der Katastrophe in Japan würde man locker wegstecken. Deutschland, ein Meer von blühenden Landschaften. Was für ein Glück die Deutschen doch haben, daß ausgerechnet Rainer Brüderle das Zepter im Wirtschaftsministerium in der Hand hält.

Das war im Frühjahr. Seitdem hat sich einiges geändert. Brüderle wurde von der eigenen Partei aufs politische Altenteil als Fraktionsvorsitzender der FDP im Bundestag geschoben, da kann er nicht so viel Schaden anrichten, denn die Koalitionsrichtlinien gibt immer noch Angela Merkel vor, und aus den Wirtschaftsvorhersagen entweicht unaufhaltsam die heiße Luft. (weiterlesen…)

Fernbus-Verkehr endlich freigegeben

August 04, 2011 Von: Beobachter Kategorie: Wirtschaft Noch keine Kommentare →

Nach 80 Jahren sollen die Beschränkungen im Fernbus-Verkehr fallen.

In Deutschland gibt es keinen ernstzunehmenden Fernbus-Verkehr. Während Länder, wie die USA, über ein engmaschiges Buslinien-Netz verfügen, das Städte und Regionen auch über sehr lange Strecken miteinander verbinden und das zu konkurrenzlos günstigen Preisen, dümpelt der Fernbus-Verkehr in Deutschland vor sich hin. Dabei bestätigt das Umweltbundesamt, das der Bus auch das umweltfreundlichste Verkehrsmittel Deutschlands ist. Einzig Verbindungen nach Berlin oder mehr oder weniger privat organisierte “Sammelbusse”, wie bei DeinBus, existieren hierzulande.
Das hat Gründe, die rund 80 Jahre zurückliegen. In den 1930er Jahren wollte der Staat den Ausbau der Eisenbahn fördern. Billige Konkurrenz durch Buslinien sollte verhindert werden. Deshalb wurde im Personenbeförderungsgesetz festgelegt, daß Fernbuslinien grundsätzlich genehmigt werden müssen. Sollte parallel zur beantragten Linie eine Eisenbahnverbindung existieren, dann wird die Buslinie nicht genehmigt. Diese Beschränkung existiert noch heute. Nur Fahrten ins eingemauerte Berlin und zu touristischen Zielen im Ausland wurden von dieser Regelung ausgenommen. Sonst änderte sich nichts. Mit diesem Gesetz in der Hinterhand konnte sich die Bahn etwaige Konkurrenten immer mit rechtlichen Schritten vom Hals halten, bspw. DeinBus. Die Bahn klagte aber nicht zuletzt auch (weiterlesen…)

Der Fluglotsenstreik und die Grundrechte

August 03, 2011 Von: Beobachter Kategorie: Wirtschaft 3 Kommentare →

An diesem Donnerstag wollen die Fluglotsen streiken - und die Reisebranche steht kopf.

Ab Morgen früh 6 Uhr wollen die Fluglotsen keine zivilen Flüge mehr abfertigen. Das hat die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) angekündigt. Bis 12 Uhr mittags soll dann der gesamte Flugverkehr an den deutschen Flughäfen ruhen. Bis zu 2.500 Flüge könnten deshalb ausfallen.
Damit droht mitten in der Ferienhochsaison das totale Chaos im Flugverkehr. Die Airlines rechnen mit hohen Verlusten.

Auslöser für diese Eskalation war ein von der GdF als nicht zumutbar erklärtes Angebot der Deutschen Flugsicherung vom Wochenende. Das vorgelegte Angebot, Gehaltserhöhung um 3,2 Prozent und Einmalzahlung von 0,8 Prozent plus Infaltionsausgleich ab November 2012, blieb weit hinter den Erwartungen der Gewerkschaft zurück. Diese hatte eine statte Gehaltserhöhung von 6,5 Prozent gefordert.

Die Deutsche Flugsicherung versucht nun per einstweiliger Verfügung den Streik verbieten zu lassen. (weiterlesen…)

Aschewolke legt Flughäfen lahm - Update

Mai 25, 2011 Von: Beobachter Kategorie: Wirtschaft Noch keine Kommentare →

Die Aschewolke behindert den europäischen Luftverkehr. Auch in Deutschland wurden Flughäfen geschlossen.

Der Vulkan Grimsvötn auf Island stößt mächtige Aschewolken aus, die sehr hoch aufsteigen und nun auch durch Luftströmungen den norddeutschen Luftraum erreichen. Ähnlich wie man das noch vom ebenfalls isländischen Gletschervulkan Eyjafjalla in schlechter Erinnerung hat. Im April 2010 legten die Ascheschwaden des Eyjafjallajökull den kompletten europäischen Flugverkehr für mehrere Tage lahm. An den dadurch entstandenen finanziellen Belastungen knabbern die Airlines noch heute.

Nun scheint sich das Drama zu wiederholen. Ob es genau so schlimm wird, wie in 2009, bleibt abzuwarten. Die Experten sind da noch unschlüssig. Chaotische Luftraumsperrungen und Flüge mit großen Düsenflugzeugen nach Sichtflugregeln auf Verantwortung der Airlines soll es diesmal aber nicht geben. Das Bundesverkehrsministerium schaffte es diesmal zumindest eine einheitliche Regelung festzulegen, ab welcher Konzentration von Vulkanasche in der Luft nicht mehr geflogen werden darf. Demnach soll ab einer Konzentration von 2 mg Schluß sein.

Auf dem ständig aktualisierten Satellitenbild der Eumetsat kann man die Bewegung der Aschewolke nachvollziehen. Bei Met Office findet man eine Vorhersage für die wahrscheinliche weitere Ausbreitung der Wolke über Europa. (weiterlesen…)

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