Artikel der Kategorie ‘Wirtschaft’:

ICE-Unfall hätte in Katastrophe enden können

Juli 17, 2008 Von: Beobachter Kategorie: Wirtschaft 1 Kommentar →

Nach der Untersuchung des ICE-Unfalls von Köln kommt das Eisenbahnbundesamt zu der Auffassung, daß dieser Vorfall zu einer Katastrophe hätte führen können.

Offenbar sind die Passagiere des ICE 518 nur knapp einem tragischem Unglück entgangen. Nur die geringen Geschwindigkeiten, mit denen der Zug nach der Ausfahrt aus dem Kölner Hauptbahnhof unterwegs war, verhinderten die Katastrophe.
Wäre die Radsatzwelle bei Höchstgeschwindigkeiten von 300 km/h gebrochen, wäre ein Unfall wie bei dem ICE-Unglück in Eschede von 10 Jahren möglich gewesen. Zu dieser Einschätzung kommt das Eisenbahnbundesamt.

Vielleicht sollte man das Gesamtkonzept ICE noch einmal gründlich überdenken. Schließlich gibt es offenbar einige Schwachstellen des ICE gegenüber dem französischen TGV.

Quelle: SPIEGEL

achtung.gif Nachtrag (19.07.08): Mittlerweile gehen Experten davon aus, daß die eingesetzten Radsatzwellen nicht betriebssicher sind. Die Lebensdauer sei trotz Warnzeichen jahrelang völlig überschatzt worden.

Staatsanwalt ermittelt wegen ICE-Unfall

Juli 11, 2008 Von: Beobachter Kategorie: Wirtschaft Noch keine Kommentare →

Am vergangenden Mittwoch kam es beim ICE 518 kurz nach der Ausfahrt aus dem Kölner Hauptbahnhof zu einem Unfall. Dies ist jetzt Gegenstand staatsanwaltlicher Ermittlungen.

Auf der Kölner Hohenzollernbrücke sprang ein Waggon aus den Schienen und blockierte diese über Stunden. Beeinträchtigungen im Zugverkehr waren in ganz Deutschland zu spüren.

Eine defekte Radsatzwelle soll die Ursache gewesen sein. Das Eisenbahnbundesamt konnte nicht ausschließen, daß auch andere ICE-3 von diesem Problem betroffen sind. Deshalb hat die Deutsche Bahn AG heute kurzfristig ihre ICE-3 in die Werkstätten gerufen*). Sie sollen technisch überprüft werden. 78 Zugverbindungen mußten aus diesem Grund gestrichen werden. Dies sei zwar ärgerlich mitten in der Urlaubszeit, aber “Sicherheit hat oberste Priorität”, so Bahnvorstand Rausch.
Ob das wirklich so ist, wird jetzt die Staatsanwaltschaft Köln überprüfen. Es geht um den Tatverdacht der “Gefährdung des Bahnverkehrs”. Es wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben.

Offenbar hat es anonyme Hinweise gegeben, die unter anderem bei der Deutschen Presse-Agentur eingegangen seien, nach denen sich Reisende schon über eine Stunde vor dem Unfall in Köln bei den Zugbegleitern über verdächtige Geräusche beschwert haben sollen. Bereits nach dem Verlassen des ICE-Bahnhofes am Frankfurter Flughafen sollen die Geräusche aufgetreten sein. Das Prekäre daran ist, daß der ICE nach Frankfurt-Flughafen auf der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke weiter Richtung Köln gefahren ist. Auf dieser Strecke werden Geschwindigkeiten bis 300 km/h erreicht.

Es ist also möglich, daß der ICE 518 mit einem Rad- oder Achsendefekt und Tempo 300 Richtung Köln unterwegs war. Da kann man von Glück reden, daß der Zug nur bei geringen Geschwindigkeiten nach der Bahnfsausfahrt in Köln entgleist ist.

Quellen: SPIEGEL, FAZ

10. Jahrestag der ICE-Katastrophe von Eschede

Hätte man Eschede mit TGV-Technik verhindern können?

*) achtung.gif Nachtrag: Nach Informationen von Bahn-Spass.de musste die Bahn wohl vom Eisenbahnbundesamt zu den außerplanmäßigen Überprüfungen gezwungen werden. Die Bahn hatte trotz des Unfall weiter für ihre planmäßigen Kontrollen plädiert. Damit zeigte sich aber das Eisenbahnbundesamt nicht einverstanden und ordnete die Überprüfungen an.
Lieber Sparen, Inspektionen kosten doch nur Geld. Wird schon schief gehen. Na dann, gute Fahrt.

Bahn-Börsengang: Keine Volksaktie

Juli 10, 2008 Von: Beobachter Kategorie: Wirtschaft 2 Kommentare →

Beim geplanten Börsengang der Deutschen Bahn AG wird es keine “Volksaktie” geben.

Das sagte der Finanzvorstand der Bahn AG Diethelm Sack.
Im Herbst 2009 soll die Bahn wie geplant an die Börse gebracht werden. Die gegenwärtigen Turbulenzen am Aktienmarkt lassen Sack unbeeindruckt.
Als Investoren sehe er jedoch entgegen dem SPD-Parteitagsbeschluß eher internationale institutionelle Anleger als deutsche private Kleinanleger. 80 bis 90 Prozent der Emission sollen an die internationalen institutionellen Anleger gehen.

Eine “Volksaktie”, die wohlmöglich auch noch mit Prominenten beworben wird wie einst beim Börsengang der Telekom, wird es beim Bahnbörsengang nicht geben. Es wird keine Rabatte für Privatanleger geben, auch nicht für treue Bahnkunden. Nur für Bahn-Mitarbeiter soll ein spezielles Programm aufgelegt werden.

bahn-weiche.jpg
Foto: Deutsche Bahn

Der Erlös des Börsenganges soll hauptsächlich in das Wachstumssegment Güterverkehr (sowohl auf der Schiene als auch anderswo) gehen. Auch Übernahmen anderer Unterhmen bspw. aus Osteuropa seien möglich.

Finanzvorstand Sack machte den Investoren Hoffnung, von Anfang an mit einer Dividende rechnen zu können. In welcher Höhe ließ er offen.

Quelle: SPIEGEL

2. Ärgernis im Urlaub: Media Markt mit 25 Prozent-Aktion

Juli 10, 2008 Von: Beobachter Kategorie: Wirtschaft 2 Kommentare →

Da hatte die deutsche Fußball-Nationalmannschaft den Einzug ins Viertelfinale geschafft und Media Markt feierte das mit einer super Aktion: 25 Prozent auf Alles.

mediamarkt_25.jpg

Dieser Rabatt sollte am 23. und 24. Juni gelten und nur für Ware, die sich im Geschäft befindet, und ab einem Produktwert von 200 EUR. Soweit so gut.
Am Samstag vorher hatte Media Markt genau die digitale Spiegelreflexkamera in seinem Prospekt beworben, die schon länger auf meiner Wunschliste steht: Die Nikon D60 als Kit mit zwei VR-Objektiven. Das Angebot ansich war schon nicht schlecht. Doch wenn jetzt noch die 25 Prozent runtergehen, dann konnte man von einem echten Schnäppchen reden.

Also am Montag, den 23. Juni am Vormittag nichts wie hin zu Media Markt. Auf dem Parkplatz und im Laden war schon die Hölle los. Einen Verkäufer (Berater will ich die Angestellten lieber nicht nennen, das würde der Sache nicht gerecht) zu finden gestaltete sich nicht so ganz einfach, war aber nötig, weil das beworbene Kit natürlich nirgends zu finden war.
Nach mehrerenVersuchen gelang es schließlich doch und um die Sache abzukürzen, hatte ich extra den Propekt-Ausschnitt mit dem Kamera-Angebot mitgenommen. Auf meine Frage hin, wo ich dieses Kit denn finden kann, kam sofort und ohne nachzudenken die Aussage: “Das haben wir nicht mehr. Das ist ausverkauft. Wegen der Aktion”.
Das Erstaunliche daran war nicht nur die Schnelligkeit mit der diese Aussage kam, sondern auch, daß die Verkäuferin sich den Prospekt-Ausschnitt nicht mal angesehen hat. Dann war sie auch schon wieder verschwunden. *BOING* Das Ende der Träume mit der neuen Kamera im verbleibenden Urlaub die erste Million Bilder zu schießen und alle aber auch alle Einstellmöglichkeiten mindestens einmal zu testen.

Dann kam auch noch der Ärger dazu: Sollte ich mal wieder auf Media Markt herein gefallen sein!? Ich hatte mir doch fest vorgenommen, bei denen nichts mehr zu kaufen, weil die Preise doch selten ein Schnäppchen sind oder wenn scheinbar doch, dann irgendwo an der Ausstattung gespart wurde.  Aber der Rabatt vom 25 Prozent war doch zu verlockend.
Sei´s drum. Mit dieser Aktion hat sich Media Markt ein für alle Mal von meiner Einkaufsliste gestrichen.

Im Internet kursieren ja schon länger die Gerüchte, daß man bei Media Markt vor solchen Aktionen gern mal die gute Ware aus den Regalen nimmt und nur die Ladenhüter im Laden läßt. Angebliche Mitarbeiter bestätigen dann gern mal diese Vemutung in den Kommentaren.
Inwieweit diese Gerüchte stimmen, lasse ich mal dahin gestellt. Auffälig war für mich jedoch, daß auch andere Kunden offenbar nicht das Teil fanden, was sie eigentlich haben wollten. So habe ich zwei Frauen beobachtet, die sich für ein ganz anderes schurloses Telefon entschieden haben als eigentlich von ihnen geplant. War auch hier nur der Ladenhüter zu bekommen? Hatte Media Markt vorher alle guten Telefone ins Lager geräumt?

Drei Mal darf man raten, wie der aktuelle Media Markt Werbeslogan lautet:
Volle Regale, Regale, Regale… Bei Media Markt;-)

mediamarkt2.jpg

Dazu gibt es sogar einen Song. Daß der Text nicht durch perfektes Deutsch glänzt, sei nur am Rande erwähnt: “…Du gehst mal eben NACH MediaMarkt…” heißt es da im Song. Leider sprechen viele so im Norden.
Echt zum brechsmilie.gif.

1. Ärgernis im Urlaub: Air Berlin und der Service

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