Informelles

aus Politik und Gesellschaft.
Folge mir bei Twitter
Subscribe


Artikel der Kategorie ‘Wirtschaft’:

Geht uns bald das Öl aus?

Mai 22, 2008 Von: Beobachter Kategorie: Wirtschaft 1 Kommentar →

Eine Expertengruppe aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik warnt vor einem dramatischen Öl-Engpass.

Die Experten haben sich in der Energy Watch Group organisiert und erstellen regelmäßig Forschungsarbeiten zum internationalen Ölmarkt. Eine jetzt vorgestellte Studie besagt:

Die weltweite Ölförderung hat das Fördermaximum mit großer Wahrscheinlichkeit bereits überschritten. Die Verknappung beim Öl ist kein fernes Zukunftsszenario. Vielmehr ist die weltweite Ölförderung schon heute rückläufig und es besteht keine Hoffnung, daß sie noch einmal steigt.

Demnach gehen die Experten davon aus, daß bereits 2006 die maximale Förderquote mit 81 Mio. Barrel pro Tag erreicht wurde. Seitdem geht die Förderung zurück, im Jahr 2020 soll sie nur noch bei 58 Mio. Barrel pro Tag liegen. Damit werden die bisher angenommenen Prognosen radikal gesenkt.

Josef Auer, Energieexperte bei der Deutschen Bank Research, sagt dazu:

Was Erdöl betrifft, liegt die Zukunft schon hinter uns. Das Szenario vom Ende der fossilen Energieträger ist kein Horrorgemälde pessimistischer Weltuntergangspropheten, sondern eine ernstzunehmende Verknappungsperspektive.

Die Internationale Energieagentur (IEA) war bisher von einer kontinuierlich ansteigenden Ölförderung ausgegangen. Die Experten der Energy Watch Group widersprechen dieser Annahme vehement und verweisen darauf, daß immer weniger neue Ölfelder entdeckt werden. Das Öl werde sich massiv verknappen. Die aktuellen Preise für Rohöl von 135 Dollar und mehr, wenn man die an den Börsen gehandelten Ölfutures betrachtet, sind demnach keine Spekulationsblase sondern die normale Entwicklung von Angebot und Nachfrage.

Die Verbraucher in Deutschland werden das demnächst besonders stark zu spüren bekommen. Da Öl in Dollar gehandelt wird, sind sie bisher wegen des starken Euro noch glimpflich davon gekommen. Mit einem stärker werdenen Dollar geht dieser Vorteil verloren. Ölpreiserhöhungen schlagen dann um so härter durch.

Quelle: Spiegel

oelfass.jpg
Foto: pixelio.de

Ich wette jetzt schon, daß wir am Jahresende 2,- EUR für Super-Benzin zahlen werden. Die Grünen hatten auf ihrem Parteitag im März 1998 in Magdeburg hatten doch recht: 5,- DM pro Liter Benzin. So weit sind wir davon nicht mehr entfernt.
Und die “Entwicklungsländer” wie China, Indien und andere fangen mit der Mobilisierung von größeren Bevölkerungsschichten erst an. Das wird die CO2-Emissioen und die Nachfrage nach Treibstoffen noch zusätzlich verschärfen.

Tankstellenchef: Benzin ist zu billig

Mai 16, 2008 Von: Beobachter Kategorie: Wirtschaft Noch keine Kommentare →

Der Deutschland-Chef der Tankstellenkette Orlen/Star ist der Meinung, daß Benzin in Deutschland immer noch zu billig ist.

Josef Busch (Deutschland-Chef der Tankstellenkette Orlen/Star) sagte dazu:

Trotz des hohen Ölpreises verdienen wir derzeit am Benzin kein Geld. Daher ist Benzin eigentlich zu billig. Der Liter Super müsste fünf bis sechs Cent mehr kosten. Doch die Anbieter sind nicht in der Lage, höhere Ölpreise an die Kunden weiterzugeben.

Und das bei Preisen von 1,54 EUR für SuperBenzin und 1,52 EUR für Diesel.  Damit ist der Sprit so teuer wie nie zuvor in Deutschland. In einigen Regionen Deutschlands ist Diesel sogar teuer als Benzin. Schuld sind die Preise am Rotterdamer Rohstoffmarkt. Dort kostet eine Tonne Diesel zur Zeit 1260 Dollar, eine Tonne Benzin “nur” 1060 Dollar.

Quelle: ZDF

Jetzt kassieren die Spekulanten richtig ab. Da kann sich glücklich schätzen, wer sich ein paar Aktien von Mineralölkonzernen ins Depot gelegt hat und so ein bisschen am Boom teilhaben kann. Für alle anderen wird die Autofahrt langsam aber sicher zur teueren Angelegenheit.
Die Forderungen der FDP und der Automobilclubs nach einer Senkung der Mineralölsteuer sind jedoch reiner Populismus. Und das wissen diese Lautsprecher ganz genau.

Weg frei für Börsengang der Bahn

Mai 15, 2008 Von: Beobachter Kategorie: Wirtschaft Noch keine Kommentare →

Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG hat eine neue Konzernstruktur beschlossen. Damit ist die Teilprivatisierung der Bahn noch in diesem Herbst möglich.

Als letzte Hürde wurde die Ablehnung der Gewerkschaften beseitigt. Dafür garantiert die Bahn, bis 2023 keine betriebsbedingten Kündigungen auszusprechen.

Nach der Teilprivatisierung soll die Bahn dann folgende Struktur haben:

  • Trotz des Börsengangs von Personen- und Frachtverkehr soll die Bahn als integrierter Konzern bestehen bleiben.
  • Die Infrastruktur soll zu 100 Prozent bei der Dachholding bleiben.
  • Außerdem soll der Konzern die Mehrheit am Personen- und Frachtverkehr behalten.

Die Tochtergesellschaft und die Holding sollen teilweise in Personalunion geführt werden. So ist Hartmut Mehdorn der Vorsitzende beider Vorstände. Der ehemalige Transnet-Chef Norbert Hansen wird Arbeitsdirektor in der Holding. Die bisherige Personalchefin der Holding, Margret Suckale, ist künftig Vorstand Personal und Dienstleistungen der Subholding.

Der Bundestag wird sich am 29. oder 30. Juni abschließend mit der Teilprivatisierung befassen.

Quelle: SPIEGEL online

Interessant finde ich zu dem Thema vorallem die Personalie Norbert Hansen. Sollte er bei den Verhandlungen als Gewerkschaften eher sein eigenes Wohl als das seiner Gewerkschaftsgenossen im Auge gehabt haben!?

achtung.gif Nachtrag (16.05.08): Der neue Arbeitsdirektor, der ehemalige Gewerkschafter Norbert Hansen, führt sich gleich mal standesgemäß ein. Erste Amtshandlung war die Ankündigung, daß der Personalabbau weitergeführt wird, entgegen der Kündigungsschutz-Zusage bis 2023. Außerdem sollen alle Mitarbeiter effizienter arbeiten: Lokführer könnten in ihren Pausen ruhig mal die Abteile in den Waggons aufräumen.
Offenbar bekommt Herrn Hansen sein neues Büro im Bahntower am Potsdamer Platz nicht so gut. Augenscheinlich ist die Luft da oben nicht nur dünner, sondern hat auch weniger Sauerstoff. ;-)

Quelle: Handelsblatt

Dresdner Bank: Zurück auf Los

Mai 07, 2008 Von: Beobachter Kategorie: Wirtschaft 2 Kommentare →

Die Dresdner Bank startet neue Direktbank.

Die Allianz-Tochter Dresdner Bank startet die neue Direktbank “Direct 24″.
Direct 24 wird 7 Kernprodukte anbieten, darunter auch Baufinanzierung und ein Tagesgeldkonto.

Die Dresdner Bank hatte früher bereits eine Direktbank am Start. Die Advance Bank wurde jedoch vor 4 Jahren geschlossen. Jetzt versucht man abermals die Abwanderung der Kunden zu Konkorrenzbanken wie der ING-Diba zu verhindern.

Quelle: Handelsblatt

“Direct 24″ - was für ein innovativer Name ;-)
Nun besinnt man sich also wieder einmal auf die Privatkunden, nachdem diese in den letzten Jahren verjagt wurden. Private Banking für die Gutbetuchten sollte DAS Allheilmittel für die Wachstumsprobleme der Banken sein. Nun hat man viel Lehrgeld bezahlt und kommt aus den Elfenbeintürmen zurück an die Basis.
Mal sehen, wie lange bei den Banken die Erkenntnis anhält, daß man mit den “kleinen” Kunden sein Butterbrot verdient!

Seiten: « 1 ...20 21 22 23 24 ...27 »