Auch heute kein Flugverkehr!
Der deutsche Luftraum bleibt auch am heutigen Samstag gesperrt.
Der Vulkansausbruch auf Island und die dabei herausgeschleuderte Asche behindern weiterhin den europäischen Flugverkehr. Weite Teile des Luftraumes in Europa bleiben für die Airlines geperrt. Nur in Südeuropa sind Flüge zur Zeit möglich.
Das wird den ganzen heutigen Tag so bleiben. War zunächst die Rede davon, daß ab 14 Uhr einzelne Flughäfen wieder ihren Betrieb aufnehmen könnten, so ist auch dieser Termin schon wieder hinfällig. Mittlerweile nennt die Deutsche Flugsicherung (DFS) Sonntag, 18.04.2010, 2:00 Uhr als Termin für das Ende der Sperrung. Ob es dabei bleiben wird, weiß zur Stunde niemand.
Die Deutsche Lufthansa hat deshalb alle Flüge, die bis 20 Uhr am heutigen Samstag vorgesehen waren, gestrichen! Die auf diese Flüge gebuchten Passagiere werden dringend geben, zu Hause zubleiben und nicht zum Flughafen zu reisen.
Ryanair hat alle Flüge bis Montag, den 19.04.2010 abgesagt.
Wann der Flugverkehr in Europa wieder aufgenommen werden kann, ist also weiterhin völlig offen. Der Vulkan Eyjafjallajökull auf Island spuckt weiterhin Lava und Asche und die dabei entstehende Aschewolke zieht auch weiterhin über weite Teile von Europa. Solange der Vulkan sich nicht beruhigt, beim letzten Ausbruch dauerte das zwei Jahre(!), oder sich die Wetterlage und damit die Luftströmungen ändern, solange wird auch der Flugverkehr in Europa ruhen.
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Was das für die Fluggesellschaften bedeuten wird, kann man sich leicht ausrechnen. Lufthansa hat während des Pilotenstreiks im Februar 2010 davon gesprochen, pro Tag rund 50 Mio. EUR zu verlieren. Da viele Airlines schon bei normaler Lage mit wirtschaftlichen Engpässen zu kämpfen haben, dürften einige von diesen bei längeranhaltenden Flugausfällen wohl an den wirtschaftlichen Abgrund geraten. Insolvenzen im Zuge des Vulkanausbruchs sind dann nicht auszuschließen.
Auch die allgemeine Wirtschaft in Europa wird unter den Flugausfällen zu leiden haben. Die Folgen dieser Naturgewalt werden wir wohl noch lange zu spüren bekommen. Im Angesicht der uns von den Banken eingebrockten Finanz- und Wirtschaftskrise ein echtes Horrorszenario.
Weitere Informationen:
- Echtzeit-Darstellung der aktuellen Flugzeugpositionen (flightradar24)
- Live-Position der Flugzeugen und der Aschewolke (RadarVirtuel)
- Echtzeit-Satellitenbilder der Aschwolke (Sat24)
Keine Preisbindung von Gas und Öl mehr?
Der BGH hat heute entschieden, daß die Gaspreise nicht ausschließlich an den Ölpreis gekoppelt werden dürfen.
Generell hat der Bundesgerichtshof (BGH) die Gaspreisbindung an den Ölpreis aber nicht untersagt. In dem Urteil ging es um Verträge von Gasversorgern, die ihre Gaspreise ausschließlich an den Ölpreis gekoppelt hatten. Und nur diese Ausschließlichkeit wurde vom BGH zurückgewiesen.
Nach Ansicht des BGH müssen die Versorger auch andere Faktoren, wie Netzkosten oder Vertriebskosten, bei der Preisfindung berücksichtigen. Durch die alleinige Kopplung an den Ölpreis würden die Kunden unangemessen benachteiligt, so die Auffassung der Karlsruher Richter.
Die betroffenen Gasversorger müssen nun ihre Verträge anpassen. Bei der Ermittlung des Gaspreises dürfen Kostensteigerungen an die Kunden weitergegeben werden, allerdings müssen die Kunden auch von Preissenkungen profitieren. Nur dann sich die Preisfindungsklauseln rechtens.
Und gerade am zweiten Punkt, sprich der Preissenkung, mangelte es bei vielen Lieferanten in der Vergangenheit.
Wird Gas nun für alle billiger? Wohl kaum.
Nur die Kunden, die Verträge mit ihren Gasversorgern haben, in dem eine Gaspreissteigerung direkt von der Steigerung des Ölpreises abhängig gemacht wird, und das scheinen nur sehr wenige Kunden zu sein, könnten zukünftig eine Gaspreissteigerung verweigern. Immer vorausgesetzt der Gasversorger ändert nicht die bestehenden Verträge oder bietet völlig neue an.
Zuviel gezahltes Geld zurückzuholen wird wohl auch schwierig bis aussichtslos. Der BGH ist nämlich der Rechtsauffassung, daß eine Preiserhöhung bereits durch deren Bezahlung vom Kunden akzeptiert wurde.
Wer also auf eine spätere Rechtssprechung hoffend erstmal die Gaspreiserhöhungen bezahlt hat, ist nun der Dumme.
Quelle: Handelsblatt
Deutschlands Export brummt
Leider nur bei Rüstungsgütern.
Der Aufschwung ist da, die Exporte ziehen an. Allerdings nur beim Export von Rüstungsgütern. Der hat in den letzten 5 Jahren mehr als verdoppelt.
Der Weltmarktanteil hat sich von 6 Prozent im Zeitraum 2000-2004 auf 11 Prozent im Zeitraum 2005-2009 erhöht. Deutschland liegt damit auf Platz3 der wichtigsten Rüstungsexporteure.
Vorallem U-Boote und Panzer aus deutscher Produktion sind gefragt. Wichtigste Abnehmer sind Griechenland(!), Südafrika und die Türkei. Diese haben allein 39 Prozent der Exporte abgenommen.
Interessant ist dabei vorallem der Kaufrausch der Griechen. In den letzten 5 Jahren gehörte Griechenland zu denTop5 der Rüstungseinkäufer weltweit. Wegen angehäufter Schulden über 524 Mio. EUR bekam Griechenland 4 bestellte U-Boote allerdings schon nicht mehr geliefert. Für diesen Schuldenwahn wird am Ende auch der deutsche Steuerzahler bluten dürfen.
Und wenn wir schon beim Bluten sind: Die Rüstungsgüter sind natürlich auch dafür gedacht, Krieg zu führen. Mit all seinen schrecklichen Auswüchsen und Ergebnissen. Am Ende der Bilanz kommt man zu dem Ergebnis, daß deutsche Arbeitsplätze davon profitieren, daß irgendwo in der Welt Menschen sterben.
Die Bundestagsfraktionen der Grünen und der LINKEN fordern daher eine Abkehr von diesem Rüstungswahn. Die Grünen fordern eine viel stärkere Rüstungskontrolle und ein Vetorecht für den Bundestag bei Rüstungsgeschäften. Die LINKEN gehen sogar noch weiter mit ihren Forderungen. Sie fordern einen generellen Exportstopp für Rüstungsgüter.
Und genau da muß Deutschland dringend hinkommen. Ein neuer Rüstungswettlauf, statt Ost gegen West - diesmal innerhalb von Spannungsgebieten wie Naher Osten, Afrika oder Südamerika, muß dringend beendet und für die Zukunft unterbunden werden.
Quelle: ZDF
T-Mobile und T-Home am Ende
Telekom beschließt das Aus für T-Home und T-Mobile.
Die beiden Marken sollen zukünftig unter der gemeinsamen Dachmarke “T” zusammengefasst werden. Die Trennung von Festnetz und Mobilfunk wird aufgegeben.
Nur im Ausland soll die Marke T-Mobile vorerst weiterleben.
Künftig sollen zudem die Produktentwicklung, die IT und Technik europaweit gebündelt werden. Auch in den Vorstandsetagen wird es zu personellen Veränderungen kommen.
Es soll allerdings durch diese Neuordnung im Telekom-Konzern nicht zu Personalabbau kommen, verspricht Telekom-Chef Obermann.
Stichtag für diesen “großen Wurf” von Obermann ist der 1. April. Ein Schelm, wer da an einen Scherz glaubt.
Quelle: IT-Business

