BSI warnt vor Google Chrome
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor dem Einsatz von Google Chrome.
Das BSI warnt davor, den Browser Google Chrome für den allgemeinen Gebrauch einzusetzen.

Chrome existiert nur in einer Beta-Version, sei deshalb technisch nicht ausgereift und dadurch unsicher. Außerdem bemängeln die Experten vom BSI die Datensammelwut von Google.
Da jede Google Chrome-Installation eine eigene Nummer erhält, mit der es Google möglich ist, jeden Nutzer zu identifizieren, ist ein lückenloses Bewegungsprofil im Internet möglich. Deshalb warnen auch Datenschützer vor der Verwendung von Google Chrome.
Quelle: Berliner Zeitung
Kripo lacht über Schäubles “Datenschutzgipfel”
Der Bund der Kriminalbeamten bewertet das “Datenschutzgipfel” bei Schäuble als “folkloristisch”.
Vergangenen Freitag lud Bundesinnenminister Schäuble zu einem “Datenschutzgipfel”. Der Gipfel dabei ist allerdings, daß ausgerechnet Datenkrake Schäuble sich um die Datensicherheit sorgt. Die Vorratsdatensammelwut von Schäuble konnte erst das Bundesverfassungsgericht einschränken.
Inhaltlich sollte es beim Gipfel um den Schutz der persönlichen Daten der Bevölkerung gehen. In letzter Zeit war es zu einem großen Thema in der Presse geworden, daß persönliche Daten von großen Teilen der Bevölkerung, wie Kontoverbindung und Adresse, frei zu kaufen sind. Bekannt waren die Vorgänge allerdings schon sehr lange. Jede kleine Marketing-Garagenfirma arbeitet mit persönlichen Daten, sonst sind Marketingmaßnahmen wie Direktwerbung schlicht unmöglich. Auch die Banken könnten ihr sogenanntes Scoring bei der Vergabe von Krediten vergessen. Firmen wie Schufa, Schober oder Creditreform leben davon, Daten zu sammeln und für ihre Kunden aufzubereiten. Nun mußte also das Sommerloch 2008 gefüllt werden, der Adresshandel wurde zum großen “Datenskandal” und Datenkrake Schäuble rief zum “Datenschutzgipfel”.
Der Bund der Kriminalbeamten verspottet diesen Gipfel jedoch als “folkloristisch”. Die Ergebnisse helfen den Bürgern keinesfalls weiter. Die Absicht von Schäuble, ersteinmal eine Arbeitsgruppe einzusetzen und die Bußgelder erhöhen zu wollen, zeige sein Unverständnis für Vorgänge im Internet und das Unvermögen, diese Machenschaften wirksam zu bekämpfen. Mit anderen Worten: Der Bund der Kriminalbeamten hält den Bundesinnenminister für unfähig.
Als wirksame Gegenmittel gegen den Handel mit Kontodaten empfiehlt der Bund der Kriminalbeamten, sich neue Konto- und Telefonnummern zuzulegen, diese nur sehr spärlich herauszugeben und die Herausgabe dieser Daten genau zu protokollieren.
Quelle: FTD
Strafanzeige gegen Verantwortliche des Atomlagers Asse
Die Chefin der Bundestagsfraktion der Grünen, Renate Künast hat Strafanzeige gegen die Verantwortlichen des Atomlagers Asse gestellt.
Im Atomlager Asse, das von der Helmholtz-Gesellschaft und dem Landes-Bergbauamt betrieben wird, kam es jahrzehntelang und offenbar mit Wissen der Betreiber zu Verletzungen der rechtlichen Regelungen. Die Helmholtz-Gesellschaft untersteht dem Bundesforschungsministerium von Frau Schavan.
Folgende Ungesetzlichkeiten wurden bisher aufgedeckt:
- jahrelange Vertuschung der Zustände
- bereits frühzeitige Einlagerung von Kernbrennstäben, obwohl Asse nur für mittel- und schwachstrahlenden Atomabfall zugelassen ist
- jahrelanger ungenehmigter Umgang mit radioaktiver Lauge
- Unterdrückung der Erkenntnisse zum Laugeneintritt seit 1967(!)
Bundesumweltminister Gabriel bezeichnet die Zustände in Asse als “Super-GAU der Endlagerdebatte”. Die Suche nach einer Endlagerstätte wird dadurch massiv erschwert.
Weltweit exitiert bisher noch keine einzige, obwohl jedes Jahr riesige Mengen an hochradioaktiven Atommüll produziert wird. Die Endlagerstätte muß den Atommüll für mehrere 100.000 Jahre(!) sicher lagern. Solange gibt der Atommüll tödliche Strahlung ab. D.h. 100.000 Jahre teure, hochgefährliche Lagerung auf Kosten der Allgemeinheit, damit wenige Energiekonzerne ein paar Jahre lang satte Gewinne einfahren können. Ein Irrsinn!
Quelle: Spiegel
(Patnerlink) Das Märchen von der Asse
Festplatte mit Millionen Kontodaten bei ebay versteigert
Eine Festplatte, die Millionen Konto- und Kreditkartendaten enthielt, wurde bei ebay versteigert.
Ganze 44 EUR brachte die Auktion. Ein Ex-Angestellter der Firma Graphic Data hatte die Festplatte angeboten, ohne vorher die Daten zu löschen. Auf der Festplatte befanden sich die Kreditkartenanträge, Kartennummern, Adressdaten, Geburtsdaten, Kontonummern und Unterschriften-Scans von mehreren tausend Kunden. Und zwar unverschlüsselt!
Betroffen sind Kunden von American Express, NatWest und Royal Bank of Scotland.
Die Firma Graphic Data archiviert die Daten von vielen britischen Banken. Dazu digitalisiert sie die ausgefüllten Papierformulare der Banken und archiviert diese auf ihren Systemen. Eine der Festplatten, die diese archivierten Daten enthielt, gelangte zur Auktion bei ebay.
Der Käufer der Festplatte alarmierte von sich aus die Behörden. Zum Glück, denn sonst wären wahrscheinlich viele Kunden zu Geschädigten geworden. Mit den umfangreichen Daten wäre ein Abräumen der Kundenkonten ein Leichtes gewesen.
Solange Banken und deren Dienstleister so schlampig mit den Daten ihrer Kunden umgehen, braucht man sich als Kunde eigentlich keine Gedanken um PIN, TAN und HBCI machen. Sicherer wird es dadurch offenbar nicht.
Quelle: Spiegel
