Artikel der Kategorie ‘Sicherheit’:

Richtiges Verhalten bei einer Durchsuchung

Oktober 20, 2008 Von: Beobachter Kategorie: Sicherheit Noch keine Kommentare →

Wie soll man sich verhalten, wenn man in aller Herrgottsfrühe Besuch von Durchungsbeamten bekommt?

Niemand möchte sie mal live erleben: Die (Haus/Wohnungs)-Durchsuchung.
Sollte es aber doch einmal dazu kommen, dann ist es äußerst wichtig, daß man sich richtig verhält.
Im Allgemeinen ist wichtig:

  • der Durchsuchung nicht zustimmen
  • Durchsuchungsbeschluß komplett durchlesen und Kopie verlangen
  • Nichts unterschreiben
  • keine Aussagen machen
  • nicht mithelfen
  • nicht unter Druck setzen lassen
  • Passwörter für sich behalten
  • sofort, noch während der Durchsuchung Rechtsbeistand herbeirufen

Auf Journalismus & Recherche gibt es dazu eine sehr ausführliche Anleitung.

15.000 auf der Demo gegen Datenspeicherung

Oktober 13, 2008 Von: Beobachter Kategorie: Sicherheit Noch keine Kommentare →

Am Sonnabend fand in Berlin die bisher größte Demo gegen Überwachung in Deutschland statt.

15.000 Menschen demonstrierten unter dem Motto “Freiheit statt Angst” gegen Überwachungsmaßnahmen wie Vorratsspeicherung aller Telekommunikationsdaten, Flugreisendenüberwachung und biometrische Bürgererfassung.


Foto: Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung

Die Teilnehmer trugen u.a. Transparente mit der Aufschrift:
Du bist Deutschland, Du bist verdächtig” oder “Keine Stasi 2.0 – Hier gilt das Grundgesetz“.

Auf der Abschlußkundgebung vor dem Brandenburger Tor wurde die Abschaffung der 2007 beschlossenen Vorratsdatenspeicherung aller Telekommunikationsverbindungen gefordert.

Auch in anderen Ländern (Niederlande, Italien, Österreich, Frankreich, Schweden, Tschechien, Bulgarien, Dänemark, Guatemala, Argentinien und Kanada) fanden unter dem Motto “Freedom not Fear” Aktionen statt.

Quelle: AK Vorrat

Erhöhte Krebsraten in AKW Nähe bestätigt

Oktober 11, 2008 Von: Beobachter Kategorie: Sicherheit 1 Kommentar →

In der Nähe von Atomkraftwerken sind die Raten von Krebserkrankungen bei Kindern erhöht.

Das ist das Ergebnis der Bewertung der Studie “Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken” durch die Strahlenschutzkommission (SSK).
Demnach ist es bewiesen, daß es im Umkreis von 5 Kilometern ein erhöhtes Leukämierisiko für Kinder unter 5 Jahren gibt. Das Risiko an Krebs zu erkranken ist eindeutig erhöht.

Nun sollte man meinen, das Bundesumweltministerium erklärt die 5-km-Zone um deutsche AKWs sofort zur Sperrzone und die staatlich geleitete und stabsmäßig durchgeplante Umsiedlungsaktion ist in vollem Gange. Wäre zumindest im Zuge des Gesundheitsschutzes vorallem auch der Kinder eine nachzuvollziehende Reaktion gewesen.
Doch was macht das Bundesumweltministerium, u.a. auch für die Reaktorsicherheit zuständig? Es kommt zu folgender Aussage:

Eine wissenschaftlich nachvollziehbare Ursache für diese Beobachtung gibt es nach Auffassung der SSK nicht, weil die Strahlenexposition der AKW viel zu gering ist, um Leukämie auslösen zu können.

Das Bundesumweltministerium (BMU) sieht auf der Basis der Überprüfungen keinen Anlass, in der Umgebung der deutschen AKW neue Maßnahmen im Strahlenschutz zu veranlassen, zum Beispiel eine Verschärfung der bestehenden Grenzwertregelungen, da die Strahlenexposition aus einem AKW die festgestellten Leukämie-Erkrankungen nicht erklären kann.

Fazit des BMU: Bleibt da mal ruhig wohnen, ist alles halb so schlimm. Ihr braucht aber nicht unbedingt fürs Alter sparen, weil ihr privilegiert bei der Vergabe von Krebserkrankungen seid. Wir wissen zwar nicht, warum es so ist, wie es ist, aber an den AKWs liegt es auf keinen Fall.
Selbst schuld, wenn der Rest der Bevölkerung sich mit Riester und Altersvorsorge plagen muß und dabei nicht in der Nähe von den technisch so tollen und total ungefährlichen AKWs wohnen darf.

Hallo!? Hat das BMU einen eigenen Atomreaktor zur Stromerzeugung im Keller oder was hat zu dieser doch überraschenden “Interpretation” der Studie geführt?
Zumindest hat man ein schlechtes Gewissen und “bedauert, dass die Ursachen der festgestellten Leukämie-Erkrankungen weiterhin im Unklaren bleiben”.

Quelle: Morgenpost, BMU

Telekom legt sich Vorstand für Datenschutz zu

Oktober 10, 2008 Von: Beobachter Kategorie: Sicherheit Noch keine Kommentare →

Die Deutsche Telekom schafft einen neuen Vorstandsposten: Für Datenschutz.

Damit reagiert sie auf die zuletzt bekannt gewordenen Sicherheitsverfehlungen im Konzern. Das neue Vorstandsmitglied soll für die Sicherheit der dem Telekom-Konzern anvertrauten Daten sorgen:

Durch das neue Vorstandsressort stellen wir sicher, dass die notwendigen Maßnahmen zum Datenschutz zentral abgestimmt und konzernweit umgesetzt werden.

Bleibt zu hoffen, daß der neue Vorstand seiner Aufgabe gerecht wird. Noch mehr Pannen und Skandale kann sich die Telekom im Bezug auf Datenschutz beim besten Willen nicht leisten.

Quelle: Handelsblatt

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